Erstellt am 01. Mai 2013, 00:00

Gemeinde als Postpartner?. Kittsee / Die Postfiliale schließt ihre Pforten, sollte kein Postpartner gefunden werden. Für Übernahme der Postpartnerschaft seitens Gemeinde beschloss Gemeinderat, erst weitere Gespräche abzuwarten.

KITTSEE / Die geplante Schließung der Poststelle Kittsee, die sich derzeit am Hauptplatz die Räumlichkeiten mit der „Bawag Psk“-Filiale teilt, sorgt derzeit für Gesprächsstoff in der Marillengemeinde: Mitte April bestätigte Michael Homola, Pressesprecher der österreichischen Post auf Anfrage der BVZ, dass die Filiale aufgrund defizitärer Zahlen schließen werde, sollte sich kein Postpartner finden.

Postpartner: „Derzeit laufen Gespräche.“ 

„Es ist der Bescheid ergangen, dass eine Schließung der Postfiliale Kittsee nicht untersagt ist, die Poststelle schreibt negative Zahlen. Dieses Ergebnis brachte die Sichtung der Zahlen der letzten drei Jahre und ein Ausblick auf die nächsten zwei Jahre“, so Homola. Derzeit laufen Gespräche mit potenziellen Postpartnern, erklärt Homola, mit wem verhandelt wird, wolle man aber vor Vertragsunterzeichnungen nicht bekannt geben.

Im Gemeinderat wurde seither über die Übernahme der Postpartnerschaft durch die Gemeinde diskutiert: Der Antrag von Ortschefin Gabi Nabinger (SPÖ) in der jüngsten Gemeinderatssitzung, die Gemeinde solle die Postpartnerschaft übernehmen und im bestehenden Gebäude weiter betreiben, fand mit Stimmengleichheit (9 zu 9) keine Mehrheit. Ein folgender Antrag der ÖVP, die Post solle grundsätzlich in Kittsee bleiben und bei Ablehnung der Postpartnerschaft durch „Dayli“ die Postpartnerschaft übernehmen, wurde darauf mit Mehrheit des Gemeinderats beschlossen.

Antrag: Abwarten der Gespräche mit „Dayli“ 

Ortschefin Gabi Nabinger dazu: „Mir tut es leid, dass die Postpartnerschaft nicht beschlossen wurde, da dies eine wichtige Serviceleistung für die Bürger darstellt und ich die Gemeinde auch als Dienstleister sehe. Ich habe auch nicht mit dem Ergebnis gerechnet, da sich auch die ÖVP in ihrer Aussendung (Anmerkung der Redaktion: im Jänner 2013) für den Posterhalt mit Servicecenter aussprach. Die Gemeinde würde ersten Berechnungen nach kostendeckend aussteigen.“

Für Vize Franz Buchta (ÖVP) steht fest: „Die Post muss im Ort bleiben, dafür machen wir uns stark. Im Jänner gab es aber andere Voraussetzungen - etwa die Annahme „eines“ Gemeindemitarbeiters, nun spricht man von zwei, auch die Kosten konnten nun genauer analysiert werden. Langfristig würden wir mit einem Minus aussteigen, weshalb wir nun die Gespräche mit „Dayli“ abwarten möchten, wodurch wir auch die Nahversorgung im Ort stärken könnten. Kommt dies nicht zustande, übernimmt natürlich die Gemeinde die Postpartnerschaft.“