Erstellt am 10. April 2013, 00:00

Gemeinde beschließt Windrad-Schutzzone. Windenergieanlagen / Künftig dürfen Windräder in Nickelsdorf nur in einem Abstand von 1.670 Metern zum Wohngebiet errichtet werden.

Bürgermeister Gerhard Zapfl mit dem Informationsfolder der Gemeinde zum beschlossenen Schutzzonengebiet. Zedlacher-Fink  |  NOEN, Zedlacher-Fink
von Katharina Zedlacher-Fink

NICKELSDORF / Nachdem in den vergangenen Monaten mehrere Windkraftanlagen-Betreiber immer wieder Grundstücksoptionen bei Grundbesitzern eingeholt haben, war die Sorge bei den Nickelsdorfer Bürgern groß, dass künftig Windräder zu nahe am Wohngebiet gebaut werden könnten. Die Gemeinde hat nun reagiert und in ihrer letzten Gemeinderatssitzung am 26. März mit den Stimmen der SPÖ und ÖVP eine Windrad-Verbotszone beschlossen.

Diese sieht einen 1.670 Meter-Abstand zum Nickelsdorfer Wohngebiet vor. Die neue Schutzzone ist somit um 670 Meter größer als der gesetzlich vorgeschriebene Abstand von 1.000 Metern.

Nur FPÖ-Gemeinderat gegen Schutzzone 

„Natürlich sind wir als Gemeinde auch an einem weiteren Ausbau der Windkraft in Nickelsdorf interessiert, weil wir gute Windverhältnisse haben“, sagt Bürgermeister Gerhard Zapfl (SPÖ), „neun neue Anlagen sind bereits genehmigt und werden 2014 aufgestellt.“ Die zwölf bereits bestehenden Windräder werden von der Firma ImWind betrieben, die neuen Anlagen werden von der Firma Vieghofer Windmanagement umgesetzt. „Beide Firmen sind seit 2010 Vertragspartner der Gemeinde und haben für etwaige zukünftige Projekte aufrechte Verträge“, sagt Bürgermeeister Zapfl, „andere Interessenten sind noch nicht an die Gemeinde herangetreten.“

Der FPÖ-Gemeinderat Stefan Weiss stimmte als Einziger gegen die beschlossene Schutzzone. „Die neuen Windräder stehen am falschen Platz. Innerhalb der Verbotszone gäbe es von der Windrichtung her günstigere Plätze für Windräder“, so Weiss zu seinem Nein zur Windrad-Verbotszone.