Erstellt am 20. März 2013, 00:00

Gemeinde kauft Reindlhaus doch nicht. Erweiterung des Gemeindeamtes / Nach dem Nein zum Haus in der Hauptstraße sucht eine Arbeitsgruppe nun nach Alternativen.

Das „Reindlhaus“ in der Hauptstraße 40 wird nun doch keine Gemeinderäumlichkeiten beherbergen. Zedlacher-Fink  |  NOEN
von Katharina Zedlacher-Fink

PARNDORF / Nach einem halben Jahr Verhandlungen mit dem Besitzer des „Reindlhauses“ in der Hauptstraße 40, beschloss der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung mit den Stimmen der LIPA und ÖVP, das Haus nun doch nicht für eine Erweiterung des gegenüberliegenden Gemeindeamtes zu kaufen. „In diesem halben Jahr ist die Stimmung gekippt“, sagt Bürgermeister Wolfgang Kovacs (LIPA).

Langwierige  Verhandlungen

Und das, obwohl der Besitzer des Hauses schließlich doch noch eine bloß einjährige Haftungsklausel für etwaige Altlasten aus dem Vertragsentwurf entfernt hatte. „Das Haus entspricht einfach nicht mehr den heutigen Anforderungen an ein Gemeindeamt“, sagt Bürgermeister Kovacs zum Nein der LIPA, „außerdem wären die geplanten Investitionen von 700.000 Euro sehr teuer geworden.“ Vizebürgermeister Norbert Samwald von der SPÖ, die bei der Abstimmung geschlossen für den Kauf des Reindlhauses gestimmt hatte, sieht mit den Nein zum Hausverkauf die Reputation der Gemeinde als Vertragspartner gefährdet.

Arbeitsgruppe zum  Gemeindeamt tagt

„Nach so langen Verhandlungen, und nachdem berechtigte Ausbesserungen im Vertrag vom Verkäufer vorgenommen wurden, jetzt doch vom Vertrag zurückzutreten ist für eine Gemeinde unwürdig“, so der Vizebürgermeister. „Das Haus hat einen stolzen Preis, aber das hat man schon vorher gewusst.“

Die Gemeinde will nun in Arbeitsgruppen ihre weitere Vorgehensweise bezüglich des Gemeindeamtes eruieren. „Eine Möglichkeit wäre überhaupt ein neues Gemeindeamt zu bauen und das bestehende Gemeindeamt für andere Zwecke, wie Räumlichkeiten für Vereine, zu nutzen“, sagt Bürgermeister Kovacs. Interessantes Detail am Rande: Im Jahre 2009 beschloss der damalige Gemeinderat, dass das bestehende Gemeindeamt nicht umgebaut, sondern neu gebaut werden sollte.