Erstellt am 10. August 2016, 12:05

von Pia Reiter

Parteien entscheiden frühestens im Herbst. Diskussion um mögliche Spitzenkandidaten entfacht. Fest steht bereits jetzt: ÖVP-Team wird stark umgebaut.

Neuland. Neusiedl am See ist die erste Gemeinde des Burgenlands, die vom Landes-Rechnungshof geprüft wird. Helmreich  |  Helmreich

Die Zeichen stehen klar auf Veränderung, das ist aber mit dem angekündigten Rückzug von Bürgermeister Kurt Lentsch aus der Stadtpolitik (die BVZ berichtete bereits im März) keine Überraschung.

Der Diskussionsprozess um die Weichenstellung für die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen im nächsten Jahr hat vor allem in der ÖVP bereits begonnen, Entscheidungen sind in den Fraktionen aber noch keine gefallen.

Kast (ÖVP): "Einige Gemeinderäte wollen aufhören" 

Das betont ÖVP-Stadtparteiobmann Stefan Kast: „Es steht bereits fest, dass einige Gemeinderäte aufhören wollen, deshalb wird groß umgebaut werden. Jetzt haben wir aber noch keine Personalentscheidungen getroffen. Das wird alles im Parteivorstand sowie in der Fraktion finalisiert. Wir werden sicher die richtige Person finden, die Neusiedl am See als Bürgermeister führen kann. Wir sind bereit für Neues“, meint er.

Auch Stadtrat Thomas Halbritter (ÖVP), der von vielen bereits als Spitzenkandidat gesehen wird, ist vorsichtig: „Wir haben noch Zeit, die entsprechenden Entscheidungen zu treffen. Dass mich die Aufgabe interessiert ist allgemein bekannt“, sagt er. Vorher wären ohnehin noch Sachen wie die Stadtfinanzen oder das Hallenbad positiv zu erledigen.

Elisabeth Böhm (SPÖ) möchte wieder antreten

SPÖ-Vizebürgermeisterin Elisabeth Böhm glaubt, dass ihre Fraktion erst im nächsten Jahr entscheiden wird, stellt aber klar, dass sie gerne wieder antreten möchte„Nachdem die SPÖ mit mir das erste Mal als Spitzenkandidatin die jahrzehntelange absolute ÖVP-Mehrheit gebrochen und zwei Mandate dazu gewonnen hat, wird die SPÖ in den Gremien vermutlich meine Kandidatur im Frühjahr 2017 bestätigen.“

Die Stadt-FPÖ will sich im Herbst zusammensetzen, die Liste mit den Kandidaten machen und neue Mitglieder einbinden. Auch die Grünen werden sich frühestens im Herbst mit den Gemeinderatswahlen beschäftigen: „Unser Fokus liegt derzeit auf den Finanzen und dem Hallenbad, das hat für uns Priorität, es gibt genug zu tun“, so Alexandra Fischbach.