Erstellt am 06. April 2016, 09:31

von Pia Reiter

Gemüse statt Bücher in der Neusiedler Hauptstraße. In Kürze soll in der ehemaligen Libro-Filiale in der Unteren Hauptstraße ein Lebensmittelgeschäft einziehen.

Neue Mieter. Bald soll in der ehemaligen Libro-Filiale in der Unteren Hauptstraße ein Lebensmittelgeschäft eröffnen. Umbauarbeiten zur Adaptierung des Ladenlokals sind bereits im Gange. Fast zwei Jahre wurde nach einem neuen Mieter gesucht.  |  NOEN, Reiter

Zwei Jahre lang stand das Geschäftslokal nun leer: Nun ist es gelungen, einen Nachmieter für das Ladenlokal, der Standort in der Neusiedler Hauptstraße gilt bei Immobilien-Experten als hervorragend, zu finden. Umbauarbeiten sind bereits im Gange.

Ein Lebensmittelgeschäft soll in Kürze dort einziehen, bestätigt Immobilienmaklerin Roswitha Knebelreiter auf Nachfrage der BVZ: „Ja, das Lokal ist vermietet. Die türkischen Betreiber wollen vor allem frische Ware wie Gemüse und Obst sowie Fleisch für Grillzwecke aus Österreich anbieten. Sie haben schon Erfahrung in der Branche und führen mehrere derartige Geschäfte, deshalb glaube ich, dass es auch in Neusiedl am See funktionieren und die Innenstadt dadurch wieder ein Stückchen belebt wird.“

Libro: "Kundenfrequenz in Innenstadt nahm ab"

Die Handelskette Libro unterhielt in Neusiedl am See bis Mai 2014 zwei Standorte: Einen in der Innenstadt, der von sehr vielen Schülern frequentiert wurde, und einen im Pannonia Shopping Park am Stadtrand.

Martin Waldhäusl, Geschäftsführer MTH Retail Group, zu der der Libro-Konzern gehört, erklärte damals zum Grund der Filialschließung in der Innenstadt: „An den Stadträndern entstanden große Einkaufs- und Fachmarktzentren, die Kundenfrequenz in den Innenstädten nahm entsprechend ab.

Dieser Entwicklung konnte sich auch Libro nicht entziehen, deshalb wurde eine Filiale im Fachmarktzentrum eröffnet. Die Innenstadtfiliale ließen wir parallel dazu am Netz. Aufgrund der deutlichen Verlagerung der Kundenfrequenz in Richtung Fachmarktzentrum ist es wirtschaftlich nicht weiter vertretbar, den Standort in der Innenstadt offen zu halten.“