Erstellt am 04. Dezember 2013, 23:59

von Christoph Weisz

Giftattacke: Rasche Hilfe rettete Hund. Jois / Giftköder wurde von Unbekannten in Garten geworfen, die Besitzerin fuhr mit Hund sofort zu Tierarzt und konnte ihn somit retten.

Von Christoph Weisz

Für jenen Labrador, der vergangene Woche in Jois Opfer einer Giftattacke wurde, hat sich noch einmal alles zum Guten gewendet, und er hat überlebt. Bei seinen Besitzern sitzt der Schock noch tief.

Die Besitzerin hatte am Morgen den Hund mit Zuckungen im Garten gefunden und war gleich zum Tierarzt nach Neusiedl am See gefahren. Die schnelle Versorgung rettete dem Labrador schließlich das Leben. Ein Warnhinweis über den Vorfall wurde darauf auf Facebook bereits 400 Mal (!) geteilt.

Tipp: Beißkorb schützt vor Fressen von „Gift“ 

„Es kommt oft vor, dass Hunde mit Vergiftungen zu mir in die Praxis kommen. Der beste Schutz seinen Hund vor dem Fressen von „Gift“ zu schützen, ist das Anlegen eines Beißkorbes während des Spazierens. So kann man sicher sein, dass der Hund nichts aufnimmt,“ sagt Tierärztin Andrea Prickler aus Parndorf.

Schwierig werde es, wenn sich der Hund alleine im Garten aufhält und man nicht kontrollieren könne, was der Hund tut. Problematisch sei weiters, dass Giftköder mit etwas Schmackhaften für die Hunde präpariert werden. Auch sollte dem Hund gleich von Beginn an beigebracht werden, nichts zu fressen, das irgendwo beim Gassi gehen aufgestöbert wird, so die Tierärztin.

Bei Symptomen wie Zittern oder Unkoordiniertheit schnell zum Arzt

Doch nicht hinter jeder Vergiftung steckt Absicht, weiß Gerhard Keller von der Tierklinik in Neusiedl am See „Wir behandeln Hunde mit einer Vergiftung häufiger. Dabei kann aber nicht gesagt werden, ob die Hunde vorsätzlich vergiftet wurden oder sie irgendwo etwas aufschnappen“, so Keller.

Merkt man erst mal, dass sich der Hund anders benimmt und Symptome wie Zittern, Krämpfe, Unkoordiniertheit oder starken Speichelfluss aufweist, sollte auf jeden Fall so schnell wie möglich ein Tierarzt aufgesucht werden.