Gols

Erstellt am 28. September 2016, 10:03

von Birgit Böhm-Ritter

Rund um die „Grammel“. Gols wird um einen Heurigen reicher. Harald Lehner eröffnet ein Lokal mit insgesamt etwa 110 Sitzplätzen.

Teamwork. Küchenchef Zoran Pejanovic und Harald Lehner.  |  BVZ, BBR

Einen eigenen Heurigen zu besitzen war schon immer ein großer Wunsch von Harald Lehner. Nun hat sich der Winzer seinen Traum erfüllt. Heute feiert er mit geladenen Gästen die Eröffnung des „Golser Grammel Boscha“. Ab 30. September hat das Lokal dann täglich von 10 bis 23 Uhr geöffnet.

Produkte aus der Region

Auf der Speisekarte stehen hauptsächlich Produkte aus der Region. Etwa Produkte rund ums Steppenrind aus dem Nationalpark. Obwohl der neue Heurige offiziell ein Heurigenrestaurant mit großer Konzession ist, legt Lehner Wert darauf, dass dem „Golser Grammel Boscha“ das Flair eines Heurigen bleibt, der sich von einem Wirtshaus unterscheidet.

Deshalb steht auf der Speisekarte kein Schnitzel, dafür aber etwa eine Stelze, eine warme Blunzn oder für den kleinen Hunger ein Schmalzbrot. Und natürlich - dem Namen verpflichtet - Grammelspezialitäten. „Für Gruppen wird’s auf Wunsch aber auch ein Wiener Schnitzel geben“, zeigt sich der Golser flexibel.

„Golser Grammel Boscha“

Apropos Heurigenname: Der schwirrt Harald Lehner schon seit Jahren im Kopf herum. Für ihn drückt der Name „Golser Grammel Boscha“ die tiefe Verbindung zu seinem Haimatort aus.

Gebaut wurde der rustikale Heurige im Landhausstil im Eiltempo. Am 16. Jänner dieses Jahres fuhren die ersten Bagger auf, heute darf der Familienbetrieb bereits seine ersten Gäste begrüßen. Stolz ist Lehner, dass größtenteils Firmen aus dem Burgenland auf der Baustelle beschäftigt gewesen waren. „Die meisten sogar aus dem Seewinkel.“

Parallel zum Heurigenbau startete er ein zweites Projekt. Gleich neben dem Lokal steht nun eine nagelneue Weinhalle mit einer Lagerfläche von 3.600 Quadratmetern. Bis dato wurde Lehners Wein in vier unterschiedlichen Hallen verteilt gelagert. „Da kann’s schon mal sein, dass man den gesuchten Wein nicht gleich findet“, lacht der Vollblut-Unternehmer, der im Laufe der Zeit 50 Patente angemeldet hat, und sich die Marke „Golser Wein“ schützen ließ.