Erstellt am 17. Dezember 2014, 06:03

von Birgit Böhm-Ritter

Schulzubau um 2,2 Millionen. SP-Bürgermeister Schrammel möchte bereits 2015 mit dem Bauprojekt starten. ÖVP sieht schwarz für die finanzielle Lage der Gemeinde.

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In der Weinbaugemeinde wird gerade am Budgetplan für das kommende Jahr gefeilt. Geht es nach Bürgermeister Hans Schrammel (SPÖ), so soll eine große Investition in einen Zubau für die Volksschule fließen. Die Kostenschätzung des Architekten Manfred Steiner liegt bei 2,2 Millionen Euro. Zuviel für Vize-Bürgermeister Karl Heinz Schuster (ÖVP), der in einem Grundsatzbeschluss einem Zubau um lediglich 1,9 Millionen zustimmte: „Wir sind natürlich für Investitionen in die Bildung, aber für 2015 und 2016 stehen ohnehin schon große Brocken an für die Darlehen aufgenommen werden müssen. Bestehende Darlehen laufen noch nicht aus, was den Schuldenstand für 2016 erhöhen würde“, erklärt Schuster seine Skepsis.

Die Dringlichkeit eines Schulzubaus schon im kommenden Jahr sieht er nicht. Erst vor zwei Jahren sei der Turnsaal vergrößert und saniert worden und im Keller Küche und Räumlichkeiten für die Nachmittagsbetreuung adaptiert worden.

Modernen Anforderungen für eine Tagesheimstätte entsprechen die Räume allerdings nicht, weiß die Direktorin der Volksschule, Elisabeth Kainz: Die Gruppenräume der Tagesheimstätte seien um fast 60 Zentimeter zu niedrig, die Brüstungshöhe der Fenster dagegen um 20 Zentimeter zu hoch. Der Plan für den Zubau sieht deshalb zwei Gruppenräume und einen großen Mehrzweckraum sowie einen Verwaltungstrakt mit Direktion, Konferenzzimmer und Einzelunterrichtsräumen vor.

75 Schüler in der Nachmittagsbetreuung

Von 132 Schülern sind 75 für die Nachmittagsbetreuung angemeldet, die zwar nicht täglich alle anwesend sind, an stark frequentierten Tagen werden jedoch etwa 40 Schüler von zwei Erzieherinnen betreut. „Diese könnten vorübergehend auch in den Klassenräumen betreut werden“, glaubt Vize-Bürgermeister Schuster. Hohe Ausgaben für die Bahnkreuzungen, ein Feuerwehrauto und die Übersiedelung und Sanierung der Polizeiinspektion würden das Gemeindebudget in den kommenden zwei Jahren ohnehin hoch belasten.

Bürgermeister Schrammel möchte an seinem Vorhaben festhalten und den Plan noch dieses Jahr einreichen, um ins Schulbauprogramm des Landes aufgenommen zu werden. Dadurch könne die Gemeinde mit einer Förderung von 20 bis 25 Prozent für das Bauprojekt rechnen.