Erstellt am 17. April 2013, 00:00

Grenzenlos radeln. Zusammenschluss der Radwege / Pamhagener beschließen, dass der B10 Radweg nun doch mit dem ungarischen Weg verbunden wird.

Von Birgit Böhm-Ritter

PAMHAGEN / „Ich bin zwar nicht glücklich mit der Lösung, aber wir sind vor vollendete Tatsachen gestellt worden“, erklärt Bürgermeister Josef Tschida (ÖVP). Mit den Stimmen seiner Fraktion wurde bei der vergangenen Gemeinderatssitzung ein Grundsatzbeschluss gefällt: Der B10 Radweg wird mit dem ungarischen Radweg, der zwischen Apetlon und Pamhagen an die österreichische Grenze führt, angeschlossen.

Die Gemeinde hatte sich vorerst gewehrt, den ungarischen Radweg mit dem österreichischen Radwegenetz zusammenzuschließen. 2012 hat sich der Gemeinderat noch einstimmig — mit SPÖ und ÖVP-Stimmen — gegen einen Zusammenschluss ausgesprochen. „Bei einer Seeumrundung bildet der neue ungarische Weg einen Abschneider. Wer diesen wählt, fährt nicht mehr durch die Gemeinde Pamhagen“, erklärt Vize-Bürgermeister Johann Munzenrieder seine Bedenken. Die Betriebe, die vom kleinen Radtourismus in der Gemeinde leben, würden einen Rückgang der Gäste befürchten.

Ortschef Tschida weiß von den Befürchtungen und er gibt Vize Munzenrieder auch recht, aber: „Das Land hat uns schon zwei Mal aufgefordert, die Radwege zu verbinden. Die Beschwerden von Radfahrern häufen sich.“

Um die Radfahrer trotzdem in die Ortschaft zu locken, hat die Gemeinde das Projekt „Natur Genuss Erleben Pamhagen“ umgesetzt. Entlang der elf Stationen, die am besten mit dem Rad zu erkunden sind, können sich Gäste über Pamhagener Erzeugnisse und Produktionsweisen informieren.