Erstellt am 05. März 2014, 11:00

Grüne wollen Volk abstimmen lassen. Weiden am See | Die Weidener Grünen fordern eine Volksabstimmung für das Projekt und mehr Transparenz in der Gemeinde.

Kritisch. Andreas Rohatsch von den Grünen und Unabhängigen Weiden am See äußert sich kritisch. Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv
Von Nicole Thüringer

WEIDEN AM SEE | Die Diskussion um das geplante Sportplatzprojekt geht in die nächste Runde. Die Grünen und Unabhängigen Weiden am See (GUW) fordern nun eine Volksabstimmung.

Massive Bedenken wegen Umwidmung

Die geplante Errichtung eines neuen Sportplatzzentrums im Bereich des Landesforstgartens, sowie die geplante Umwidmung des alten Fußballplatzes in Bauland führt bei den Grünen Mandataren zu massiven Bedenken. Vor allem befürchtet die GUW eine neuerliche und zusätzliche Verschuldung der Gemeinde, die das Budget für die nächsten Jahre stark belasten könnte.
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„Bereits die letzten beiden Rechnungsabschlüsse wiesen ein negatives Maastrichtergebnis auf. Für die nächsten Jahre ist Sparen angesagt. Wir sind jedoch nicht prinzipiell gegen einen neuen Sportplatz, fordern aber eine Volksabstimmung. Obwohl bereits mehrere Monate vergangen sind, liegen noch immer keine konkreten Zahlen und Planungsgrundlagen vor. Diese sind aber für eine seriöse Meinungsbildung und Abstimmung im Gemeinderat notwendig“, so die konkrete Forderung der GUW.

„Es gibt noch keinen offiziellen Beschluss“

„Die Grünen wissen überhaupt nicht mehr, was sie sagen. Zum jetzigen Zeitpunkt möchte ich mich bezüglich Zahlen noch nicht äußern. In circa vierzehn Tagen sollen jedoch Zahlen und Fakten veröffentlicht werden. Im Anschluss wird die Präsentation des Projektes in Form einer Bürgerversammlung stattfinden. Im Rahmen der Bürgerversammlung sind alle Bürger herzlich eingeladen. Befürworter, sowie Gegner des Projektes können im Zuge dessen konstruktive Kritik äußern und anfallende Fragen stellen“, sagt der Bürgermeister.
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„Die Meldungen der GUW hingegen wollen die Bürger bloß verunsichern. Es gibt noch gar keinen offiziellen Beschluss des Gemeinderates. Ich persönlich finde eine Durchführung einer Volksabstimmung jedoch nicht als zweckmäßig. Wir als Mandatare wurden von der Bevölkerung gewählt und haben gleichzeitig auch das Vertrauen der Bürger bekommen, selbstständig Entscheidungen treffen zu können“, so Bürgermeister Willi Schwartz (ÖVP).

Ortschef will Platz für die Jugend schaffen

„Woher nehmen die Grünen und Unabhängigen die genannten Zahlen?“, fragt sich der verärgerte Ortschef.
Auf diese konkrete Frage wollte Andreas Rohatsch (GUW) aus dem Gemeinderatsprotokoll vom 12. Dezember 2013 zitieren: „Nach den Schätzungen werden sich die Kosten für das Projekt etwa auf 2.500.000 - 3.000.000 Euro belaufen.“

Abschließend äußert sich Bürgermeister Schwartz folgendermaßen: „Wir wollen einen Platz für die Jugend schaffen, wo sie sich austoben können.“