Erstellt am 08. Mai 2012, 13:47

Grundsteinlegung für Coca-Cola Produktionszentrale. Der Getränkeabfüller Coca-Cola Hellenic Österreich übersiedelt mit seiner Produktion im Herbst von Wien ins nordburgenländische Edelstal.

Entscheidung für Edelstal. Barry O’Connell, Generaldirektor von „Coca- Cola Hellenic Österreich“, mit Bürgermeister Gerald Handig und Susanne Lontzen, Leiterin für Öffentlichkeitsarbeit. ZVG  |  NOEN
Der Grundstein für die neue Produktionszentrale wurde am Dienstag gelegt. Investiert werden wie berichtet insgesamt 40 Mio. Euro. Noch im Frühjahr soll mit dem Bau begonnen werden, teilte das Unternehmen mit. Die Produktions- und Logistikzentrale soll im ersten Quartal 2013 am neuen Standort voll in Betrieb gehen können.
 
In Edelstal werde es künftig 250 Arbeitsplätze geben. Durch die Schließung der Produktion in Wien werden 80 Stellen fix abgebaut, eine kleine Anzahl von Mitarbeitern (ihnen wurde die Mitübersiedelung ins Burgenland angeboten, Anm.) werde mitgehen. "Die Zahl bewegt sich im zweistelligen Bereich", hieß es dazu von einer Unternehmens-Sprecherin. Von den insgesamt 250 Jobs werden 150 neu geschaffen. Der Großteil dieser Stellen wird ausgeschrieben, ein paar Posten werden von Mitarbeitern aus Wien besetzt.
 
Mit der Bündelung der Produktionsstandorte und dem Ausbau des Werkes in Edelstal sei Coca-Cola Hellenic für die Herausforderungen am Getränkemarkt bestens gerüstet, erklärte Barry O'Connell, Generaldirektor von Coca-Cola Hellenic Österreich. Aufgrund der Nähe zu Wien und den ausreichenden Flächenreserven biete der Standort auch für zukünftige Erweiterungen beste Voraussetzungen. "Neben den bisherigen Produkten werden in Zukunft auch alkoholfreie Erfrischungsgetränke wie Coca-Cola, Fanta und Sprite in Edelstal abgefüllt und von dort aus vertrieben."
 
Landes- und Kommunalpolitiker zeigten sich sowohl über die Übersiedelung als auch die Schaffung von rund 150 neuen Arbeitsplätzen erfreut: Landeshauptmann Hans Niessl (S) sprach von einem "wertvollen Impuls für die ganze Region". Außerdem beweise die Expansion "die Attraktivität des Burgenlandes als Wirtschaftsstandort." Für Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (V) stelle dies ein "Signal an weitere potenzielle Wirtschaftspartner dar, trotz Kostendrucks in der Produktion Standorte in Österreich nicht nur zu halten, sondern diese auch auszubauen".
 
Aus der Sicht von Bürgermeister Gerald Handig (V) bringe die Übersiedelung nach Edelstal Vorteile für das Gemeindebudget: "Für die Gemeinde bedeutet die Standortwahl eine höhere Bekanntheit und zusätzliche Einnahmen aus dem Bereich der Kommunalsteuern, die sich natürlich positiv auf die finanzielle Situation der Gemeinde auswirken", so Handig.