Erstellt am 06. April 2011, 00:00

Hasenstreit geht weiter. „VERWECHSLUNGSGEFAHR“ / Neue Runde vor Gericht zwischen den Schokoherstellern Hauswirth und Lindt & Sprüngli.

Kittseer Schokohase. Dieser ist derzeit nur mit rot-weiß-roter Masche am Markt.HAUSWIRTH  |  NOEN
x  |  NOEN

KITTSEE / Der jahrelange Rechtsstreit um die Markenrechte an dem goldenen Osterhasen mit der roten Schleife zwischen den Firmen Hauswirth und Lindt & Sprüngli geht in die nächste Runde. Denn Letztere hat beim Handelsgericht Wien möglicherweise ein entscheidendes Urteil erlangt: Das Gericht hat einer Klage von Lindt & Sprüngli in erster Instanz stattgegeben.

Der Rechtsstreit um Markenrechte an dem goldenen Osterhasen begann bereits im Jahre 2004: Damals brachte die Firma Lindt & Sprüngli eine Klage gegen den Schokoladehersteller Hauswirth ein, weil die Firma fand, dass der goldene Schokohase aus Kittsee dem hauseigenen „Goldhasen“ zum Verwechseln ähnlich sieht. Diese hatte sich aber bereits 2000 den „Goldhasen“ als Gemeinschaftsmarke europaweit schützen lassen. Begründet wurde die aktuelle Entscheidung des Handelsgerichts Wien damit, dass „Verwechslungsgefahr“ mit der von Lindt & Sprüngli eingetragenen Marke „Goldhase“ besteht.

Die Firma Hauswirth kommentiert die neuesten Entwicklungen in der Causa „Schokohase“ wie folgt: „Wir gehen davon aus, dass sich unsere Rechtsvertretung im weiteren Prozessverlauf durchsetzen wird“, meint Roman Hauswirth.

Rund zwei Drittel des Gesamtumsatzes der Kittseer Firma werden mit Osterhasen und Schokoladefiguren aus der Weihnachtszeit gemacht. Die Firma Hauswirth hat derzeit nur goldene Schokohasen mit einer rot-weiß-roten Masche am Markt.