Erstellt am 28. August 2013, 13:42

Hunde: Um 19 Euro wird es teurer. Neusiedl am See | Stadtgemeinde erhöht Hundeabgabe von 21 auf 40 Euro pro Jahr, Ausnahme: Polizei-, Blinden- und Therapiehunde.

Nicht überrascht. Hundebesitzer Helmut Oberer hier im Bild mit Hund Benny meint zur Erhöhung: »Was soll man sagen, die Erhöhung war zu erwarten. Heftig ist nur, dass sie gleich um hundert Prozent erhöht wurde.« Foto: Rieder  |  NOEN, Rieder
Von Pia Reiter

Neue Verordnung | Dieser Tage bekommen Neusiedls Hundebesitzer die Vorschreibung zur Entrichtung der Hundeabgabe. Für viele eine Überraschung, denn diese wurde von 21 Euro auf 40 Euro erhöht. Der Neusiedler Gemeinderat hat das in einer Sitzung einstimmig entschieden und am 28. Juni eine entsprechende Verordnung erlassen.

Ortschef: Abgabe wurde dem Index entsprechend angepasst

Bürgermeister Kurt Lentsch (ÖVP) erklärt: „Bei der Einführung des Euro 2002 haben wir einfach die 300 Schilling übernommen, bis jetzt betrug die Abgabe 21 Euro. Jetzt haben wir sie einfach dem Index entsprechend angepasst.“

Die Erhöhung der Hundeabgabe verwendet die Stadtgemeinde zur Säuberung von Gehwegen und Straßen und für die Anschaffung von neuen Hundestationen.

Für Nutzhunde beträgt die Abgabe 14,50 Euro. Als solche gelten Diensthunde von Jagdpersonal oder Jagdaufseher, beeideter Waldaufseher und Feldhüter, sowie Hunde, die in Ausübung eines anderen Berufes oder Erwerbes gehalten werden.

Keine Hundeabgabe ist für Welpen unter sechs Wochen, Blinden- und Therapiehunde sowie Diensthunde der Polizei, Zollorgane und des Bundesheeres zu entrichten.

„Weniger Abgaben für ausgebildete Hunde“

Gelassen zeigt sich Regina Salbaba, Obfrau des Österreichischen Rassehundeverein Neusiedl am See ob der Erhöhung.

Sie würde aber ein Modell begrüßen, dass Vergünstigen für die Hundebesitzer bringt: „Man könnte sich an Wien als Vorbild orientieren. Ist dort ein Hund gut ausgebildet und hat nachweißlich Kurse absolviert, dann weiß er, wie er sich Joggern oder Radfahrern gegenüber benimmt. Somit muss sein Herrchen weniger Abgaben zahlen.“