Erstellt am 11. Februar 2015, 10:23

von Pia Reiter

Leela wieder daheim. Überglücklich konnte Theresa Thaler aus Illmitz verschwundene Labrador-Hündin von einem Tierarzt aus Ungarn abholen.

Zufrieden. Hündin Leela (links) hat sich in ihrem Zuhause wieder gut eingelebt und wusste auch nach zwei Jahren, wo die Wasserschüssel steht.  |  NOEN, Pia Reiter

Es war eine wahre Odyssee, die Theresa Thaler mit ihrer Hündin Leela erlebt hat: Im Juni 2012 verschwand Hündin „Leela“ spurlos. Trotz einer bezirksweiten Suchaktion, einem Aufruf in der BVZ und dem Aufhängen von Plakaten, fehlte jede Spur von der Labrador-Hündin.

Bis zum Montag der Vorwoche. Da klingelte bei der Illmitzerin das Telefon. Am Apparat, ein ungarischer Tierarzt, mit der Frage, ob sie ihren Hund vermisse und sie ihn gerne wieder zurück hätte.

„Ich konnte es gar nicht glauben. Eine ungarische Familie hatte unseren Hund ganz dubios im Internet gekauft und an einem Parkplatz abgeholt. Der Tierarzt, der Leela dann untersuchte, fand uns dann über den registrierten Hundechip. Am Dienstag sind wir dann gleich ins 90 Kilometer entfernte Papa gefahren, um sie abzuholen“, erzählt die Hundebesitzerin.

"Sie hat uns sofort wieder erkannt"

x  |  NOEN, Pia Reiter
Vor dem ersten Wiedersehen war Thaler dann auch ziemlich aufgeregt. Dabei kam es zu einer besonders berührenden Szene, erzählt sie: „Als ich aus dem Auto ausgestiegen bin, habe ich die Tür nicht gleich hinter mir zugemacht. Leela ist auf mich zugekommen, ins Auto eingestiegen und hat sich hingelegt, so als ob sie damit sagen wollte, dass es Zeit ist, nun nach Hause zu fahren. Außerdem hat sie noch alle Tricks drauf, die wir ihr beigebracht haben. Sie hat uns, das Auto, unser Haus sofort wieder erkannt.“

Die Hintergründe zum Verschwinden werden sich wohl nie ganz aufklären lassen, wobei für Thaler die Vermutung nahe liegt, dass Leela zur Zucht verwendet wurde und sie deshalb damals auch entführt wurde. „Wir haben so viele positive Rückmeldungen bekommen, die Leute freuen sich einfach für uns, dass sie wieder da ist“, ist die Illmitzerin begeistert.


Zum Thema

Wie registriere ich meinen Hund? Welche Datenbanken gibt es? Wenn ein Tier wegläuft und dann gefunden wird, gibt es die Möglichkeit über einen implantierten Chip die Besitzer ausfindig zu machen. Wichtig ist dabei aber, sich auf www.animaldata.com mit den Besitzerdaten zu registrieren, damit der Hund dann auch zugeordnet werden kann.

BVZ.at berichtete bereits am Dienstag von der Wiederkehr der Hündin


Verschwundene Hündin nach Jahren wieder aufgetaucht

Besitzer dank Chip gefunden / Eine Familie aus Illmitz hat nach fast drei Jahren ihre verschwundene Labradorhündin "Leela" wiedergefunden.

"Leela" sei laut einem Bericht des ORF Burgenland im Juni 2012 auch nach einer 14-tägigen Suche zu Fuß und mit dem Auto nicht wieder aufgetaucht. Dank ihres Chips konnte die Labradorhündin nun gefunden werden und zu ihren Besitzern zurückkehren. Sie wurde in Ungarn entdeckt.

Vergangene Woche habe die Frau eines Tierarztes aus Ungarn der Familie am Telefon mitgeteilt, dass sie eine Hündin gefunden habe, die laut Chipnummer ihr gehöre. "Sehr viel Emotion kommt da natürlich hoch", schilderte die Besitzerin. Es habe einige Zeit gedauert, bis die Familie realisiert habe, was für ein Glück ihr widerfahren sei.

Über das Internet verkauft

"Leela" war von einer Familie in Ungarn über das Internet auf einem Parkplatz gekauft worden. Die neuen Besitzer hätten die Hündin zwar gerne behalten, hatten allerdings Verständnis, dass die Familie ihre "Leela" zurück haben wollte. Als die Hündin abgeholt wurde, sei sie sofort ins Auto eingestiegen und habe auch nicht wieder aussteigen wollen, erzählte die Besitzerin.

Auch mit der vor zwei Jahren zugelegten Hündin "Emy", ebenfalls ein Labrador, verstehe sie sich prächtig. Zuhause angekommen, sei "Leela" sofort zu ihrem alten Futterplatz gelaufen und habe ihre Tricks vorgeführt, als ob inzwischen nichts passiert sei.