Erstellt am 15. Juli 2015, 08:17

von Bettina Scheidl

Neuer Plan für Markt. Erarbeitung eines neuen Stellplans zwischen Gemeinde, Wirtschaft- und Marktvertretung könnte kleinere Marktzone bringen.

Dauerthema. Nun soll ein neuer Stellplan der Marktfläche entstehen, wodurch sich die Marktzone verkleinern könnte.  |  NOEN, BVZ

Der Monatsmarkt entlang der Hauptstraße sorgt nach wie vor für erhitzte Gemüter: Der Gemeinderat fasste daher den Beschluss zur Evaluation des Marktes. Nun wurden die Märkte im Mai, Juni und Juli genau unter die Lupe genommen und ein Arbeitsprogramm erstellt, das schrittweise abgearbeitet wird, erklärt Thomas Halbritter, Obmann des Infrastrukturausschusses der BVZ.

Dieses sah auch ein Gespräch mit der Marktfahrervertretung vor, bei dem die Erarbeitung eines neuen Stellplans für die Marktfläche unter Einbindung der Gewerbetreibenden und Marktfahrer angeregt wurde: „Dabei soll eruiert werden, welche Durchgänge künftig frei bleiben sollen - etwa vor Auslagen oder Geschäftseingängen - und wie viele Standflächen tatsächlich benötigt werden, da es auch Plätze gibt, die nicht mehr reserviert wurden.

Auch die Einhaltung der zugewiesenen Marktplätze soll künftig genauer kontrolliert werden. Durch ein räumliches „Zusammenrücken“ der benötigten Marktflächen könnte sich die Marktzone verkleinern - im Gespräch ist, den Markt bereits beim „Öden Haus“ (Anm. d. Red.: auf Höhe der Galerie „Gerbgruben“) enden zu lassen.“ Die Verkehrsumleitung ab der Bezirkshauptmannschaft würde in diesem Fall bestehen bleiben, jedoch wäre die Zu- und Abfahrt für Anrainer und Kunden auf der Oberen Hauptstraße bis Höhe „Ödes Haus“ möglich, so Halbritter.

Standort: „Verlegung derzeit nicht angedacht“

Auch die Gewerbebetreibenden wurden eingeladen, ihre Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge bekannt zu geben: „Etwa 70 Fragebögen kamen bereits retour, viele boten interessante Ideen, deren Umsetzbarkeit es nun auszuloten gilt: Etwa, sich als Betrieb mit eigenem Stand vor dem Geschäft stärker in das Markttreiben einzubinden. Andere plädierten für einen neuen Austragungsort. Eine Verlegung des Standortes ist aus derzeitiger Sicht aber nicht angedacht.“

Ortsvize Lisa Böhm dazu: „Die Evaluierung des Marktes ist voll im Gange. Das Thema ist mir wichtig, da unsere Geschäftsleute ein großes Problem mit dem Markt in der Stadt haben. Ebenso ist die Verkehrssicherheit für viele Eltern, deren Kinder in die Schule oder den Kindergarten gehen, absolut nicht gegeben. Wir sollten rasch handeln, um eine für alle akzeptable Lösung zu bieten.“

Franz Schmidt, Taxi-Unternehmer und Anger-Anrainer, sieht das ähnlich: Er initiierte eine Unterschriftenliste für die Marktverlegung aus dem Zentrum, die bisher 380 Unterstützer fand. Ihn ärgere nicht nur die Sperre der Hauptstraße ab 5 Uhr Früh, die ihn zum Umparken seiner Autos zwinge, sondern auch die Umleitung nahe Schule und Kindergarten: „Das Verkehrsaufkommen ist enorm, die Lage angespannt. Bisher stieß mein Anliegen auf taube Ohren, doch ich bleibe weiterhin dran.“ Nun plant er ein Gespräch mit dem Landeshauptmann, um seine Unterschriftenliste persönlich vorzulegen.