Erstellt am 11. Mai 2011, 00:00

Immer weniger Betten für Gäste in Podersdorf. VON 3.300 AUF 2.600 / Die Bettenanzahl hat stark abgenommen, die Nächtigungszahlen sind insgesamt aber konstant.

Gute Auslastung. Zum Surf Worldcup waren die Zimmer laut Podersdorfs Tourismuschef Walter Gisch »fast ausgebucht«. Vereinzelt gab es noch Zimmer für spontan anreisende Gäste. Burgenlands-Tourismuschef Mario Baier mit Sohn Lorenzo und Podersdorfs Bürgermeister Andreas Steiner machten sich vor Ort ein Bild von der Veranstaltung.REITER  |  NOEN
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PODERSDORF AM SEE / Der Surf Worldcup 2011 ist Geschichte. Die Gäste - insgesamt waren es laut Veranstalter 85.000 - sind allesamt wieder abgereist. Die Pensionen und Hotels sowie der Campingplatz waren gut ausgelastet. Doch mit einem Trend hat Burgenlands bekannteste Fremdenverkehrsgemeinde zu kämpfen: Die Anzahl der Gästebetten im Ort nimmt immer mehr ab. Waren es vor zehn Jahren noch 3.300 sind es seit dem Vorjahr nur mehr 2.600 Betten, die die Seewinkelgemeinde für ihre Gäste bereitstellt. Gab es früher knapp 200 Betriebe, die Gästezimmer vermieteten, sind es jetzt nur mehr 165.

Seit nun die Rehabilitationsreinrichtung von „pro mente“, dort wurden Patienten mit der Diagnose „Burn out“ behandelt, nach Rust verlegt wurde und somit das Hotel Seewinkel leer steht, schlägt sich das natürlich auch auf die Statistik nieder, erklärt Bürgermeister Andreas Steiner. „Allein im Monat Februar und März waren das jeweils fast 1.000 Nächtigungen weniger“, rechnet Steiner nach.

Insgesamt seien die Nächtigungszahlen aber konstant, betont Podersdorfs Tourismuschef Walter Gisch: „Die Betriebe, die offen haben, haben eben mehr Geschäft.“ Er kennt auch die Gründe für den Rückgang: „Oft gibt es keinen Nachfolger in der Familie, der die Pension dann weiter führen möchte. Wenn die Kinder in Wien einen guten Job haben, hören die Eltern einfach mit der Zimmervermietung auf, auch weil sie vielleicht viel Geld für die Modernisierung investieren müssten.“

Laut Gisch hatte ursprünglich jedes zweite Haus in der Frauenkirchnerstraße einmal 150 Gästebetten, nun sind fünf Betriebe mit circa 70 Betten übrig.

Doch es gibt auch Vermieter in Podersdorf am See, die investieren und ihre Zimmeranzahl aufstocken wie zum Beispiel der „Seewirt“ oder das Hotel „Herlinde“. „Trotzdem kann das die Abgänge bei Weitem nicht kompensieren“, erklärt Gisch.

Deshalb ist geplant, mit dem Projekt „Trendsportzentrum“ ein Hotel mit 200 Betten zu errichten.