Erstellt am 26. November 2014, 07:07

von Birgit Böhm-Ritter

Wohnluxus am Wasser. Elf neue Häuser erweitern die Inselwelt in der Leithagemeinde. Noch in den kommenden Wintermonaten soll mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Die Inselwelt Jois besteht momentan aus 70 Häusern, die teilweise ganzjährig bewohnt sind, größtenteils aber als Feriendomizil genutzt werden. In den nächsten Monaten wird um elf Häuser erweitert. Foto: Böhm-Ritter  |  NOEN, Böhm-Ritter

Wohnen am Neusiedler See ist gefragt: Und direkt am Wasser ist, ob der begrenzten Flächen, ein Luxus, für den man immer tiefer in die Börse greifen muss. Interessenten, die für einen privaten Seezugang gerne etwas mehr zahlen, gibt es aber genug.

Erweiterungsstart noch in den Wintermonaten

Das weiß auch Gerhard Rodler, Projektentwickler der Inselwelt in Jois. Noch in den Wintermonaten möchte er gemeinsam mit dem Bauträger UBM Realitätenentwicklung AG mit der Erweiterung der Seesiedlung beginnen.

„Alle Genehmigungen sind bereits eingeholt. Wir sind jetzt gerade dabei die Ausschreibungen für die Gewerke zu machen“, erklärt Rodler den derzeitigen Stand des Projektes.

Elf neue Häuser in den verschiedensten Größen kommen zu den bestehenden 70 Häusern dazu. Ein kleines Haus mit etwa 40 Quadratmetern, fünf Häuser in einer Größe von rund 50 Quadratmetern und fünf Seevillen in einer Größenordnung von 140 Quadratmetern wurden, wie schon die bestehende Inselwelt, von Architekt Georg Reinberger geplant.

„Die neuen Häuser sind den ersten beiden Ausbaustufen angepasst, die Fassaden ebenfalls mit unbehandeltem Lerchenholz bestückt. Etwas zeitgemäßer in der Architektur werden die neuen Bauwerke sein“, beschreibt Rodler den Baustil. Der große Unterschied zum bestehenden Teil seien die größeren freien Flächen zwischen den Häusern. Die Bewohner würden sich nicht mehr gegenseitig in den Garten schauen können.

Imagewandel der Region um den See

Zwischen 300.000 Euro und einer knappen Million müssen Käufer für den Luxus „Wohnen am Neusiedler See“ rechnen. Interessenten gäbe es trotz der relativ hohen Preise aber genug, etwa 370 Vormerkungen seien bei Rodler im Laufe der vergangenen Jahre eingegangen.

Das große Interesse liegt für Rodler an der immensen Entwicklung, die die Region in den vergangenen Jahrzehnten gemacht habe: „Damit hängt auch der Imagewandel des Gebietes um den See zusammen, die Erwartungshaltung ist eine andere als am Beginn des Projektes zur Jahrtausendwende.“ Die Qualität sei bereits auf Wörthersee-Niveau gestiegen, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimme am Neusiedler See allerdings noch.

Die gute Infrastruktur veranlasst immer mehr Inselwelt-Bewohner, ihren Hauptwohnsitz nach Jois zu verlegen. „Ein Drittel hat seinen Lebensmittelpunkt bereits hier“, schätzt der Projektentwickler. Der Rest nutze die Seehäuser als Feriendomizil.

Zu einem schnelleren Ausbau der Inselwelt verhalf die hohe Nachfrage allerdings nicht. Obwohl die Fläche von Anfang an für drei Ausbaustufen gewidmet war, dauerte es von der ersten Planeinreichung für den dritten Bauabschnitt noch fast acht Jahre bis zum Abschluss aller Genehmigungsverfahren.