Wallern

Erstellt am 02. September 2016, 12:00

von Birgit Böhm-Ritter

Tennis verbindet Kulturen. Vier Flüchtlingskinder waren Teil von 38 Tennisbegeisterten Kindern, die am Camp des Wallerner Tennisvereines teilnahmen.

Das gute Wetter bescherte den Teilnehmern eine tolle Trainingswoche. Beim Abschlussturnier wurden alle Kinder mit Pokalen belohnt. Die Sieger jeder Gruppe bekamen zusätzlich noch einen Geschenkskorb überreicht. Foto: zVg  |  zVg

Bereits zum sechsten Mal organisierte der örtliche Tennisverein ein Tenniscamp in den Sommerferien. Dieses Mal war einiges anders, denn zum ersten Mal waren auch Flüchtlingskinder mit dabei.

Kinder flüchteten aus dem Iran nach Österreich

Panaya, Sanam, Amin und Araf - zwei Mädchen und zwei Burschen im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren, die seit einigen Monaten mit ihren Familien im alten Pfarrheim untergebracht sind, mischten sich unter 34 einheimische Kinder.

„Man kann es ein gelungenes Integrationsprojekt nennen“, sagt Bürgermeister Helmut Huber. Und das bestätigt auch die Trainerin und Organisatorin der Tenniswoche Susanne Müllner.

Die Kinder sind aus dem Iran nach Österreich geflüchtet. Ihre ersten Tennisversuche starteten sie in Wallern. An fünf Tagen übten sie gemeinsam mit den anderen Kindern die Grundschläge und durften erste Erfahrungen am Tennisplatz sammeln.

„Die Größeren reden schon ganz gut deutsch“

„Die beiden Burschen haben schon im Mai mit den ersten zehn Trainingseinheiten begonnen“, erzählt Müllner. Begeistert vom Sport, sei es nur logisch gewesen, dass sie auch beim Tenniscamp im August teilnehmen würden. Die vier Kinder hätten sich ohne Problem in die Gruppe integriert. Einige Teilnehmer kannten sie schon von der Schule oder dem Kindergarten. Auch die sprachliche Barriere hielt sich in Grenzen. „Die Größeren reden schon ganz gut deutsch“, sagt Müllner.

Sportlicher Höhepunkt der Woche war ein kleines Turnier am Freitag, bei dem alle Teilnehmer mit einem Pokal belohnt wurden und die Sieger einen Geschenkkorb, gesponsert von den örtlichen Wirtschaftstreibenden, überreicht bekamen.

Der krönende Abschluss für alle Kinder war aber sicherlich das Zeltlager am letzten Tag. Der Spielplatz neben dem Tennisplatz verwandelte sich für eine Nacht in einen kleinen Campingplatz. „Einige Kinder sind gerade deswegen jedes Jahr wieder dabei“, schmunzelt Müllner. Auch für die Flüchtlingskinder bleibt das Grillen am Lagerfeuer und die gemeinsame Nacht in den kleinen Zelten wohl unvergessen.