Erstellt am 19. März 2016, 08:34

von Otto Havelka

Integrations-Café und Warten auf Flüchtlinge. Gemeinde Bruckneudorf fördert das Kennenlernen zwischen Ortbevölkerung und Asylwerbern. – Und rätselt über neue Flüchtlinge.

Kennenlernen bei Kuchen und Obst: Riccardo und Christa Gismondi, Mohamed, SP-Gemeinderätin Herta Schuster, Abdullah, SP-Ortsparteivorsteher Christian Hanel, SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker, Adnan und Haziem.  |  NOEN, Otto Havelka
„Wir waren selbst überrascht, dass so viele Leute gekommen sind“, verrät SP-Ortsparteivorsitzender Christian Hanel.

Vergangene Woche lud die Gemeinde zu einem Integrations-Café ins Kulturzentrum erbse.

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Fast alle der rund 50 in der Gemeinde wohnenden Asylwerber waren gekommen, um bei Kuchen, Kaffee und Obst mit der Ortsbevölkerung Bekanntschaft zu schließen.

Flüchtlinge sollen „Ende April kommen“

Rätselraten herrscht indes um das geplante Quartier für weitere 50 Flüchtlinge auf dem Heeresareal Lagerstraße 1. Geplant war dieses ursprünglich als Übergangsquartier von Jänner bis Juni dieses Jahres.

Laut Karl-Heinz Grundböck, Pressesprecher des Innenministeriums, sollen die Flüchtlinge nun „Ende April kommen.“ Die Bauarbeiten für das Aufstellen der notwendigen Sanitärcontainer sollen demnächst abgeschlossen sein.

Innenministerium gibt sich wortkarg

In der Gemeinde regt sich nun der Verdacht, das Quartier könnte doch für längere Zeit als nur für ein halbes Jahr dienen. Denn die erwarteten Flüchtlinge müssten sonst ausgerechnet zu Winterbeginn wieder ausziehen. SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker gibt sich (noch) zuversichtlich.

Er habe eine Zusage per e-mail von Flüchtlingskoordinator Christian Konrad, dass die Beherbergung von 50 zusätzlichen Flüchtlingen auf ein halbes Jahr begrenzt sei.

Im Innenministerium gibt man sich dazu auf Anfrage der BVZ betont wortkarg: „Wir halten uns an die Vereinbarungen“, so Grundböck.