Erstellt am 26. Oktober 2014, 05:51

von Birgit Böhm-Ritter

Haus der Begegnung eingeweiht. Das neue Golser Mehrzweckgebäude wurde am Tag der offenen Tür offiziell eröffnet und auf den Namen Jetel-Haus getauft.

Enthüllung der »Jetel-Haus-Tafel«. Pfarrer Gabriel Kozuch, Karin Stampfel, Bürgermeister Hans Schrammel, Vize-Bürgermeister Hans Hackstock, Matthias Mayer, Pfarrerin Ingrid Tschank und Elisabeth Gabriel.  |  NOEN, BBR

Die Feuerprobe hat das neue Mehrzweckgebäude der Gemeinde bereits beim vergangenen Golser Volksfest bestanden. Während der Veranstaltung diente das Gebäude als Info-Point. Die Messeleitung durfte das neue Haus als Erste auf seine Zweckmäßigkeit prüfen.

Großer Teil des Hauses aus Jetel-Erbe finanziert

Vor einer Woche wurde der Neubau nun offiziell eröffnet sowie gesegnet. Und dem Gebäude wurde ein Name verliehen: Jetel-Haus. Einen großen Teil der Baukosten konnte die Golser Gemeinde aus jenem

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„Nach wie vor ist es für uns ein Mysterium, warum gerade Gols von der Großzügigkeit der beiden Ärzte aus der ehemaligen Tschechoslowakei profitieren durfte“, sagt Bürgermeister Hans Schrammel.

Tatsache sei aber, dass die Brüder große Kunstliebhaber gewesen seien. Einer der beiden - Georg Jetel - habe sogar selbst als Künstler gewirkt. In der österreichischen Kunstszene war er ein geachteter Maler. Seine Werke wurden in den 70er Jahren im Künstlerhaus, in der Wiener Sezession, im AKH sowie in Prag gezeigt.

Volkshochschulkurse, Rotes Kreuz und Wirtschaftsmesse

400 seiner Bilder hat Jetel der Gemeinde vermacht. Ein kleiner Teil dieser Sammlung ist nun im neuen Jetel-Haus zu sehen, das neben Ausstellungen in Zukunft für verschiedene Veranstaltungen als Austragungsort dienen soll.

So finden etwa die laufendenden Volkshochschulkurse schon im neuen Gebäude statt. Die Ortsstelle des Roten Kreuzes, die Volkstanzgruppe und ein Lager für die Pannonia-Wirtschaftsmesse sind ganzjährig untergebracht.

„Das Jetel-Haus soll ein Haus der Begegnung werden und für viele Veranstaltungen als Durchführungsstätte dienen“, wünscht sich Schrammel.


Das Erbe für Gols:

Im Juni 2012 erfuhr der Golser Bürgermeister Hans Schrammel von einer überraschenden Hinterlassenschaft: Die Gebrüder Georg und Radim Jetel haben ihr gesamtes Vermögen von über einer Million Euro der Weinbaugemeinde vermacht.

Einzige Verbindung zur Gemeinde dürfte der Golser Wein sein. Wegen des edlen Traubensafts kamen die beiden oftmals in die Gemeinde.

Die BVZ hatte berichtet: