Erstellt am 25. Juni 2014, 11:33

von Pia Reiter

Kein eigener Direktor. Zwei Standorte, ein Schulleiter: Die Volksschulen Jois, Illmitz und Pama werden ab Herbst „mitbetreut“.

Neue Aufgabe. Wolfgang Kery leitet bis zur Pension im Dezember die neue Bildungsregion Nord.  |  NOEN, BVZ
Das neue Schuljahr bringt Veränderungen in der Verwaltung mit sich: Nicht nur, dass es die sieben Bezirksschulräte ab dann nicht mehr gibt und an ihre Stelle vier Bildungsregionen rücken.

Landesschulratspräsident Gerhard Resch verabschiedet sich mit September in Pension, Wolfgang Kery, der die Bildungsregion Nord ab September leitet, folgt im Dezember (die BVZ berichtete).

„Es ist zu 99,9 Prozent fix“

Mit dem neuen Schuljahr ist es gesetzlich möglich, sogenannte Schulverbände zu gründen, wo mehrere Schulstandorte unter einer Leitung stehen. Geht alles nach Plan, so betrifft dies ab September die Volksschulen Jois, Illmitz und Pama. „Es ist zu 99,9 Prozent fix“, bestätigt Resch auf Nachfrage der BVZ. Und weiter: „Die Verträge an die Direktoren gehen im August raus.“

Konkret bedeutet das: Die Volksschule Jois wird von der Leiterin der Windener Volksschule Anna Geyer mitbetreut, die Volksschule Pama fällt in die Zuständigkeit von Parndorfs Direktor Stefan Bunyai und die Illmitzer Volksschule wird dann von dem Direktor der NMS Hubert Denk geleitet.

„Sicher nicht adhoc finanziell merkbar“

„Bei Pama wurde es wegen der kroatischen Sprache eben Parndorf, das musste eine zweisprachige Leitung sein. In Illmitz soll durch die gemeinsame Leitung der Volksschule und NMS ein Campus entstehen“, betont der Landesschulratspräsident.

Die Leitung von mehreren Schulstandorten durch einen Direktor sieht Resch positiv: „Dieser kann sich einteilen, wie viel er wo vor Ort ist und muss nicht wie bisher, bei zwei- oder drei-klassigen Schulen auch noch unterrichten“, erklärt er.

Sofortige spürbare Einsparungen erwartet Resch durch die Gründung von Schulverbänden nicht: „Das ist sicher nicht adhoc finanziell merkbar, das braucht sicher mehrere Jahre. In Bayern und Südtirol etwa gibt es solche Verbände schon länger. In Österreich sind diese schon bald in allen Bundesländern geplant.“