Erstellt am 04. September 2013, 00:00

Kein Gift gegen Käfer. Rübenrüsselkäfer / Nach wie vor ist die Ursache für das hohe Aufkommen der Käfer ein Rätsel. Die Gemeinde will mit Bekämpfung abwarten.

Plagegeist. Der etwa fünf Millimeter große Rübenrüsselkäfer.  |  NOEN
Von Katharina Zedlacher-Fink

Rübenrüsselkäfer / Es begann vor ungefähr drei Wochen. Die Bewohner am hinteren Ende der Lukas-von-Hildebrandt-Gasse entdeckten am Abend an ihren Haustüren und äußeren Hauswänden kleine, etwa fünf Millimeter große Käfer.

„Sie kommen immer zur Zeit der Dämmerung. Wir haben derartige Käfer noch nie zuvor gesehen. Wenn man sich ihnen nähert, legen sie sich auf ihren harten Rücken und stellen sich tot“, erzählen Christian Scharbau und Michael Zmugg, die am unteren Ende der Straße wohnen.

Woher kommen die Rübenrüsselkäfer?

„Es ist eine richtige Invasion. Die Käfer dringen nämlich sogar durch die Fliegengitter ein und wir haben sie in unseren Häusern“, so die beiden weiter. Nachdem die betroffenen Bewohner nicht eruieren konnten, um welche Art von Käfer es sich handelt, informierten sie die Gemeinde.

„Wir haben Kontakt mit dem Landwirt aufgenommen, der das Feld vis a vis bewirtschaftet, wo wir die Quelle der Käfer vermutet haben. Dieser kannte die Käfer aber auch nicht. Wir haben dann Fotos der Käfer an die Bezirkshauptmannschaft und an die Naturschutzabteilung des Landes Burgenland geschickt“, erzählt Bürgermeister Wolfgang Kovacs.

Naturschutzabteilung brachte Aufklärung: Kein Artenschutz

Die Naturschutzabteilung brachte dann schließlich Licht ins Dunkel. Bei den Käfern handelt es sich um Rübenrüsselkäfer. „Die Rüsselkäfer sind nicht geschützt und können, ähnlich wie Ameisen oder andere Insekten, bekämpft werden“, erklärt Bürgermeister Kovacs.

Die Gemeinde will nun abwarten, wie sie weiter vorgehen wird. „Wir wollen jetzt mal schauen, wie zum Beispiel das Wetter das Käferaufkommen beeinflusst. Die Rüsselkäfer sind zur extrem heißen Zeit aufgetaucht, wo es ja generell mehr Insekten als gewöhnlich gibt.

Gemeinde will vorerst abwarten

Vielleicht verschwinden sie durch den Regen auch wieder. Gleichzeitig werden wir uns Ratschläge von Experten und Kammerjägern einholen, weil wir ja keine Erfahrungswerte diesbezüglich haben“, so der Bürgermeister.

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Auch die beiden betroffenen Anrainer, Christian Scharbau und Michael Zmugg hoffen auf Besserung durch den Regen. „Ich habe das Gefühl, dass die Käfer beim Regen weniger werden“, berichtet Zmugg und hofft, dass die rätselhafte Käferplage bald wieder ein Ende finden wird.