Erstellt am 23. Mai 2012, 00:00

Kein Internet in Pama. SCHLAMPEREI? / Ein Ortsteil in Pama muss derzeit ohne Internet auskommen. Telekom: „Arbeiten an einem Lösungsszenario.“

PAMA / Ein Leben ohne Internet? Für viele ist das heutzutage gar nicht mehr vorstellbar. In Pama muss sich aber ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung mit dieser Situation wieder abfinden. Der Grund: Das Internet funktioniert nicht mehr.

„Das Internet funktioniert  seit drei Wochen nicht“

Ein anonymer Anrufer informierte die BVZ: „In einem Ortsteil ist das Internet ausgefallen und funktioniert schon seit drei Wochen nicht mehr. Ich weiß, dass schon an die 50 Beschwerdebriefe an die Telekom eingegangen sind.“

Die BVZ fragte bei einem weiteren Betroffenen nach: „Es stimmt, das Internet ist tot. Aber so wie es aussieht, wird das auch nichts mehr, wir müssen wohl auf einen anderen Anbieter umsteigen.“ Die Telekom wusste von den Beschwerdebriefen nichts, allerdings ließ die Pressestelle via Mail wie folgt verlautbaren: „Das Problem ist, dass uns ein Leitungsrecht gekündigt wurde und wir die Gemeinde nun über einen längeren Weg versorgen müssen. Derzeit wird an Lösungsszenarien für eine verbesserte Versorgung gearbeitet.“

Wetzelhofer: „Es gab  Probleme mit Anrainern“

SPÖ-Bürgermeister Josef Wetzelhofer weiß von den Problemen Bescheid. Pama werde von zwei Internetleitungen versorgt, eine davon musste vor Kurzem gekappt werden. Nun musste eine neue Leitung in den Ort verlegt werden. „Die Telekom hat mit den Grabearbeiten begonnen, dann gab es allerdings Probleme mit den Anrainern“, so Wetzelhofer. Die Folge: Die Künette, welche bereits 150 Meter lang gewesen sein soll, wurde wieder zugeschüttet. „Schließlich wurde das zweite Kabel über den Wiesgraben, also dort, wo die andere Leitung liegt, verlegt. Aufgrund technischer Probleme funktioniert es aber leider nicht.“

Bürgermeister geht  rechtlich gegen Gerüchte vor

Zu den Sorgen der betroffenen Bürger kommt nun auch die des Ortschefs. „Im Pama kursiert das Gerücht, dass ich an dem Ganzen schuld sei. Ich habe deswegen bereits einen Rechtsanwalt eingeschaltet, um gegen die vorzugehen, die diese Unwahrheiten verbreiten“, erzählte Wetzelhofer.