Erstellt am 22. August 2012, 00:00

„Kein Minus machen“. REAKTION / Caritas begründet Erhöhung der Essensbeiträge in Kindergärten mit Verteuerung bei Nahrungsmitteln und Benzin.

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NEUSIEDL AM SEE / In der Vorwoche berichtete die BVZ über den Ärger zahlreicher Eltern in den Kindergärten Am Tabor und Gartenweg, über die geplanten Preiserhöhungen von 2,80 auf nun 3,20 Euro beim Mittagessen.

Thomas Steindl, ein betroffener Vater, kritisiert neben der Verteuerung auch die Vorgangsweise: „Wir wurden wenige Tage vor den Sommerferien informiert, dass eine Preiserhöhung für das Mittagessen im Taboki Kindergarten per ersten September geplant ist. Als Elternteil finde ich die verlautbarte Höhe fragwürdig, da sie für mich nicht im Geringsten nachvollziehbar ist. Berechnet auf den derzeitigen Preis beträgt die Erhöhung laut derzeitigen Informationen 40 Cent und das ohne eine erkennbare Veränderung der erbrachten Leistung.“

Caritas: „Dürfen kein Minus  machen.“

Nun nimmt die Caritas, die die beiden Betreuungseinrichtungen mit den Mahlzeiten versorg, Stellung: „Wir dürfen kein Minus machen. Leider kann sich auch die Caritas den Gegebenheiten des freien Marktes nicht entziehen. Die Preissteigerungen im Bereich Lebensmittel und Energie sind in den letzten Jahren enorm gestiegen.“

Von 2009 (seit diesem Jahr beliefert die Caritas die Kindergärten) sei 2011 ist der Verbraucherpreisindex bei Nahrungsmittel um 5,9 Prozentpunkte gestiegen. Besonders hart sei die Caritas von der Verteuerung bei Kraftstoff betroffen, da jeder einzelne Kindergarten direkt angefahren wird. Ein Preis jenseits von 1,40 Euro entspräche einer Preissteigerung von 40,42 Prozent. Auch die Personalkosten hätten deutliche Auswirkungen bei der Neukalkulation. Als Hilfsorganisation würde versucht, mit den vorhandenen Mitteln so sparsam wie möglich umzugehen. Bei gleichbleibender Qualität der Menüs inklusive Anlieferung müsste dieses Service dann für die Kindergärten quersubventioniert werden. „Das können wir gegenüber unseren Spendern und Notbedürftigen nicht verantworten. Wir bitten um Verständnis, wenn wir von dieser Neukalkulation nicht abweichen können“, heißt es von Seiten der Caritas.