Erstellt am 07. November 2012, 00:00

Kellerlokal sperrt zu. Gastronomie / Der Heiligenkreuzerkeller in Winden am See ist wieder geschlossen. Gesucht werden sowohl Pächter als auch Käufer.

Der Heiligenkreuzerkeller, mit seinen zwei charakteristischen monolithischen Steinsäulen im Hauptraum, sowie den beiden gewölbten Kellerräumen, gilt als Juwel unter den alten Weinkellern.  |  NOEN
Von Birgit Böhm-Ritter

WINDEN AM SEE / Anfang Mai fand der Heiligenkreuzerkeller mit Dusan und Ivanka Rehak einen neuen Pächter. Seit Monatsbeginn steht das Lokal nun wieder leer. Den Ein-Jahres-Vertrag will das Gastronomen-Ehepaar aus Bratislava nicht verlängern.

„Wir sind nun wieder auf der Suche nach einem Käufer oder Pächter“, erklärt Michael Heller, Prokurist des Eigentümerunternehmens Realitäten Ehrengruber. „Wir stehen allen Möglichkeiten offen gegenüber.“ Zum Verkauf sei der Keller immer gestanden. Interessenten gäbe es immer wieder, zu einer preislichen Einigung sei es aber noch nicht gekommen.

Mit dem Geschäftsgang des als Heurigenrestaurants geführten Lokals seien die Pächter vor allem im Herbst nicht zufrieden gewesen, berichtet der Windener Bürgermeister Erwin Preiner. „Die beiden wollen nun in Bratislava Fuß fassen.“

Preiner hofft, dass der Heiligenkreuzerkeller im Frühjahr seine Pforten wieder öffnen wird, stellt der alte Keller doch ein Highlight des Windener Kellerviertels dar, das auch im Dorferneuerungskonzept eine wichtige Rolle spielt. So soll das Viertel mit den alten Weinkellern durch verschiedene Aktionen, wie etwa dem traditionellen Kellerviertelfest belebt werden und Gäste nach Winden bringen. Im diesjährigen Sommer sei das schon gut gelungen. „Drei Betriebe haben über die Sommermonate hindurch geöffnet gehabt. Das sind mehr als in den vergangenen Jahren.“ Da ist es natürlich ein Wermutstropfen, dass der Heiligenkreuzerkeller, in dem auch schon Starkoch Alfons Schuhbeck gekocht hat, nun wieder ohne Pächter da steht.