Erstellt am 07. Mai 2014, 09:04

von Pia Reiter

Kery geht in Pension. Neusiedl am See / Mit 1. Dezember tritt Wolfgang Kery in den Ruhestand, vorher leitet er noch drei Monate die Bildungsregion Nord.

Neue Aufgaben. Mit August wird Wolfgang Kery Leiter der Bildungsregion Nord, bekommt drei Orte in seinem Bereich dazu. Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv
Die Änderungen im Bildungsbereich haben auch Auswirkungen auf den Bezirk Neusiedl am See. Mit August übernimmt der bisherige Bezirksschulinspektor Wolfgang Kery die Leitung der Bildungsregion Nord, mit Büro in Neusiedl am See.

Zum Verwaltungsbereich der bisherigen Orte des Bezirkes Neusiedl am See kommen noch Breitenbrunn, Purbach und Donnerskirchen aus dem Bezirk Eisenstadt-Umgebung dazu. „Im Zeitalter der modernen Kommunikation ist es möglich, an der Organisation zu sparen und die Verwaltung schlanker zu machen“, betont Kery.

Wunsch nach weniger einklassig geführten Schulen

Gleichzeitig wird die Stelle aber neu ausgeschrieben, denn der Bruckneudorfer tritt mit 1. Dezember in Ruhestand: „Da bin ich dann 65“, erzählt er. Eine weitere Änderung mit Start des neuen Schuljahres im September betreffend der Polytechnischen Schulen im Bezirk ist ebenfalls schon durchgesickert: Die PTS Frauenkirchen und die PTS Neusiedl am See werden zukünftig von Direktorin Edeltraud Sack geleitet, da ihr Neusiedler Kollege Harald Klein in Pension geht. Beide Standorte bleiben bestehen.

„Wenn ich mich im Dezember in den Ruhestand verabschiede, war ich als Bezirksschulinspektor fast fünf Jahre in Neusiedl am See im Einsatz“, sagt Kery.

Von der Politik wünscht sich der Bildungsexperte eine gut überlegte Schulstruktur mit größeren Schuleinheiten und weniger einklassig geführten Schulen sowie einer gewissen Stundenanzahl, die sich jeder selbst nach Bedarf einteilen kann: „Damit würde Geld eingespart, den Kindern, Lehrern und Eltern wäre geholfen. Außerdem ist es für die Qualität des Unterrichts zweckmäßiger, darauf habe ich schon oft hingewiesen.“

Zusammenarbeit mit Kollegen wird Kery vermissen

Vermissen an seinem Beruf wird Kery vor allem „das Arbeiten mit Menschen, denn Erwachsene sind ja Kinder in anderen Gewändern“, erklärt er. Auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen wird ihm fehlen.

„Ich versuche immer aus einer Situation das Beste zu machen, eine Lösung zu suchen, und wenn etwas nicht geht, es anzusprechen“, so der Bezirksschulinspektor. In der Pension will sich Kery seinen Hobbys, Segeln und mit dem Wohnmobil um die Welt reisen, widmen. „Vielleicht fange ich ja auch noch an zu Golfen“, schmunzelt er.