Erstellt am 05. November 2014, 10:51

von Stefanie Rieder

Aufregung um Messe. Erster slowakischer Gottesdienst führt zu Aufregung der Bewohner im Internet. Nabinger: „Zu sensibilisiert vom raschen Zuzug“.

Messe. Die slowakische Messe wurde von Pavol »Rebrik« Sajgalik aus der Kapuzinerkirche in Bratislava zelebtriert.  |  NOEN, BVZ
Am Sonntag fand in Kittsee der erste Gottesdienst in slowakischer Sprache statt. Die Gemeinde kündigte dies über das soziale Netzwerk „Facebook“ an, was zu großer Aufregung unter Teilen der Bevölkerung führte.

Diözese hatte Gottesdienst initiiert

Abgesehen von der Aufregung bezüglich des Gottesdiensts, reagieren Bewohner mit den verschiedensten Problemen bezüglich slowakischer Mitbürger. Hierbei wurden Themen wie ein zu großer Zustrom in kurzer Zeit, das Erlernen der deutschen Sprache, ebenso wie das Anpassen an die Sitten und Traditionen in Österreich gefordert.

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„Ich denke, dass die Leute deshalb so reagieren, weil diese schon zu sensibilisiert sind von dem raschen Zuzug“, sagt Bürgermeisterin Gabi Nabinger.

Dieser slowakische Gottesdienst wurde nicht von der Gemeinde Kittsee, sondern von der Diözese Eisenstadt initiiert. Pater Stefan Vukits erklärt warum: „Gerade in Kittsee leben um die 1.000 Menschen mit slowakischer Muttersprache. Daher trat die Frage in den Vordergrund, wie wir auf die Leute zugehen können.“ Der Gottesdienst am Sonntag war ein Probeversuch.

Nabinger: „Bleibt jedem selbst überlassen“ 

In Zukunft wird versucht werden, wenn das Angebot angenommen wird, dies regelmäßiger durchzuführen. „Erfahrungen zeigen, dass dies den Menschen oftmals hilft, nicht nur in der Gemeinde zu wohnen, sondern auch wirklich hier anzukommen. Es öffnet so manche Tür“, erklärt Pater Stefan Vukits.

Bei dem slowakischen Gottesdienst handelt es sich um ein Zusatzangebot. Die deutschsprachige Messe wird, unabhängig von der slowakischen Messe, wie gewohnt stattfinden. „Es ist ein zusätzliches Angebot. Es bleibt jedem selbst überlassen, ob man hingeht oder nicht“, erklärt Nabinger.