Erstellt am 13. August 2014, 12:34

von Katharina Zedlacher-Fink

Rettungs-Heli als Gefahr?. Rettungshubschrauber fliegt Landeplatz im Spitalsareal nicht mehr an; Krages arbeitet bereits an langfristiger Lösung.

Außer Betrieb. Der Helikopter-Landeplatz im Areal des Krankenhauses Kittsee wird seit 4. Juli nicht mehr angeflogen. Foto: Zedlacher-Fink  |  NOEN, Zedlacher-Fink
„Der Landeplatz entspricht nicht den rechtlichen Vorgaben und Vorlagen“, sagt Ralph Schüller, Sprecher der ÖAMTC Flugrettung. Seit 4. Juli muss der Rettungsheli nun statt beim Spital am Parkplatz beim Sportplatz landen.

Bachmayer: „Wollte kein Landeverbot erwirken“ 

Die Ausnahmeregelung für den Helikopter-Landeplatz beim Spital (siehe Infobox) ist vor mehreren Jahren beschlossen worden, seitdem sei rund um den Landeplatz aber so viel verbaut worden, dass Landungen ein Sicherheitsrisiko für Piloten, Patienten, Maschinen und unbeteiligte Dritte darstellen, so Schüller weiter. „Dieses Risiko wollen wir nicht mehr eingehen!“

René Schnedl, Geschäftsführer der Krages (Burgenländische Krankenanstaltengesellschaft) dazu: „Auch jede Außenlandung ist ein Sicherheitsrisiko. Wir konnten in diesem Fall nur reagieren und so schnell wie möglich eine Übergangslösung finden, nachdem der ÖAMTC von sich aus die Anflüge eingestellt hat.“ Behördlich wurde nämlich kein Landeverbot ausgesprochen.

Krages arbeitet fieberhaft an langfristiger Lösung

Auslöser für das Landeplatz-Aus ist eine Schadensmeldung, die Gemeindevorstand Emmerich Bachmayer an den ÖAMTC schickte, weil vom Dach seiner Garage Teerbrocken während eines Landesanflugs runtergefallen waren. „Es war nur eine einfache Schadensmeldung, damit wollte ich kein Landeverbot erwirken. Von mir aus könnte der Hubschrauber wieder fliegen“, sagt Bachmayer.

Die Krages arbeitet nun fieberhaft an einer langfristigen Lösung für einen neuen Landeplatz beim Spital. Denn der Landeplatz beim Sportplatz verursacht Mehrkosten durch den Sekundärtransport zum Spital, den unter anderem auch Fahrzeuge des Roten Kreuz aus Neusiedl am See übernehmen müssen. „Für die Patienten gibt es aber auch mit der Übergangslösung keine Nachteile“, beruhigt Schnedl.


Information:

Laut EU-Norm müssen Landeplätze bei Spitälern über eine Mindestgröße von 25x25 Meter verfügen. Für den um einiges kleineren Landeplatz beim Krankenhaus Kittsee gab es Ausnahmeregelung bis Ende 2014.

„Eine technische Adaptierung des Landesplatzes ist notwendig“, sagt auch Krages-Geschäftsführer René Schnedl. Ein größerer und höherer Landeplatz wäre an derselben Stelle möglich.