Erstellt am 18. Mai 2011, 00:00

Klosterschule soll Neue Mittelschule werden. ANSUCHEN / Bei der Lehrerkonferenz am 12. Mai stimmten 21 dafür, zwei dagegen. Umsetzung in zwei bis drei Jahren.

Neuem öffnen. Schulleiter Heinrich Lentsch will den Weg für die römisch-katholische Hauptschule zur Neuen Mittelschule ebnen. Umsetzen muss ihn sein Nachfolger, Lentsch geht mit 1. September in Pension.  |  NOEN
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NEUSIEDL AM SEE / Insgesamt gibt es derzeit im Burgenland an den bestehenden 28 Standorten 78 Klassen, in denen 1.541 Schüler unterrichtet werden. In zwei Bezirken im Burgenland – nämlich Oberpullendorf und Mattersburg – wird die Neue Mittelschule bereits flächendeckend angeboten.

Für das nächste Schuljahr 2011/12 wurden weitere acht Standorte genehmigt. Von den verbleibenden fünf haben Gols, Eberau und Güssing 2010 Anträge gestellt; auch in der römisch-katholischen Hauptschule in Neusiedl am See (auch bekannt als Klosterschule, weil ursprünglich von Nonnen geführt) gibt es bereits Bemühungen um einen Antrag. Denn am 12. Mai wurde auf einer Lehrerkonferenz in der Privatschule darüber abgestimmt: 21 waren dafür, zwei dagegen. „Wir waren die Einzigen im Bezirk, die noch nicht angesucht hatten. Wir wollen keine Exoten sein und nicht gegen den Strom schwimmen, auch wenn wir eine private Schule sind“, so Schulleiter Heinrich Lentsch.

Umsetzung laut Lentsch in  zwei bis drei Jahren

An dem bisherigen Schulprofil werde sich aber nichts ändern: „Wir bleiben eine reine Mädchenschule mit christlich-sozialer Einstellung“, versichert Lentsch. Mit einer Umsetzung rechne er ohnehin nicht innerhalb der nächsten zwei oder gar drei Jahre. Vorteile sieht der Schulleiter vor allem im fächerübergreifenden selbstständigen Lernen: „Das ist ein guter Ansatz.“ Bevor der Schulerhalter dann das Ansuchen stellt, sollen auch die Eltern befragt werden.

Mit 36 von 41 Standorten fast  flächendeckend ab Herbst

Die Hauptschulen von St. Michael, Stegersbach, Pinkafeld, Kohfidisch, Großpetersdorf, Rust, die Sporthauptschule Neusiedl am See und das Theresianum Eisenstadt werden ab Herbst als Neue Mittelschulen geführt. Derzeit werden im Burgenland 28 von 41 Hauptschulstandorten als Neue Mittelschule geführt. Mit dem Wegfall der 10-Prozent-Hürde auf Bundesebene wurden für das nächste Schuljahr weitere acht Standorte genehmigt.

„ Damit sind wir dem Ziel, das erste Bundesland mit einer flächendeckenden Umsetzung zu werden, einen großen Schritt näher gekommen“, sagt Landeshauptmann Hans Niessl.