Erstellt am 27. Januar 2016, 10:11

von Pia Reiter

Klosterschule: Unmut über neuen Fahrplan. Direktor überlegt, Schule um 8.05 Uhr zu starten, VOR reagiert mit Änderungen, die ab 8. Februar in Kraft treten.

Schülerverkehr. Durch die seit 13. Dezember geltenden Fahrpläne, kommen die Schülerinnen der NMS-Klosterschule spät in die erste Unterrichtsstunde.  |  NOEN, zVg

Derzeit kommt es bei der Buslinie 292 (Andau - Neusiedl/See) regelmäßig zu Verspätungen in der morgendlichen Verbindung zur Klosterschule Neusiedl. Der Bus sollte laut Fahrplan um 7.43 Uhr bei der Klosterschule Neusiedl ankommen, oft ist er zehn Minuten verspätet.

Für die Bezirks-ÖVP ist das eine Verschlechterung, die nicht hinnehmbar ist: „Zwei von vier Bussen wurden gestrichen. Die Schüler müssen bei den übrig- gebliebenen zwei Bussen große Verspätungen durch die neue Streckenführung in Kauf nehmen und verpassen daher Teile der ersten Unterrichtsstunde“, erklären 2. Landtagspräsident Rudi Strommer und Landtagsabgeordneter Markus Ulram.

„Die Schülerinnen der Klosterschule müssen seit der Änderung bei der Kaserne den Bus verlassen und die übrige Wegstrecke sehr schnell bewältigen, um rechtzeitig in der Klasse zu sitzen,“ kritisiert Ulram und ergänzt weiter, dass viele besorgte Eltern durch die derzeitige Situation zum Bilden von Fahrgemeinschaften für ihre Kinder gezwungen werden.

Huemer: "Pünktliche Ankunft sollte sich künftig ausgehen"

Der Direktor der NMS-Klosterschule Wolfgang Borbely meint: „Der neue Fahrplan ist für meine Schülerinnen eine Verschlechterung. Auf dem Papier müsste es sich von der Zeit her zwar gut ausgehen, dass die Kinder pünktlich kommen, in der Realität ist das aber nie der Fall. Vor allem für die Erstklässler ist es schwierig, damit umzugehen. Ich überlege, die Schule erst um 8.05 Uhr zu starten, um den Druck rauszunehmen und die Pause zwischen erster und zweiter Stunde wegzulassen.“

Die BVZ fragte beim Verkehrsverbund Ostregion (VOR), der für die Buslinien zuständig ist, nach. Georg Huemer, VOR-Pressesprecher, weiß um das Problem und kündigt an: „Der Grund dafür liegt unter anderem darin, dass der aktuelle Fahrplan bis Weiden zeitlich zu großzügig bemessen ist (hier kann sich der Busfahrer also viel Zeit lassen), ab Weiden allerdings zu eng. Wir haben den Fahrplan noch einmal analysiert und ihn nunmehr so verbessert, dass sich eine pünktliche Ankunft bei der Klosterschule künftig ausgehen sollte.“ Die Fahrplanänderungen, die das oben beschriebene Problem lösen sollten, treten mit 8. Februar in Kraft.


Zum Thema

Die ÖVP hat im Bürgerbüro Neusiedl am See eine Ombudsstelle eingerichtet, durch die betroffene Bürgerinnen und Bürger unter  office.nd@oevp-burgenland.at ihre Probleme im öffentlichen Verkehr mitteilen können.

2. Landtagspräsident Rudolf Strommer und Landtagsabgeordneter Bürgermeister Markus Ulram: „Wir wollen die Situation im öffentlichen Verkehr im Bezirk Neusiedl am See so nicht hinnehmen und uns dafür einsetzen, Missstände beim öffentlichen Verkehrsnetz zu beseitigen.“