Erstellt am 01. Februar 2016, 17:27

von NÖN Redaktion

Knappes „Ja“ für orthodoxes Kloster!. Das Ergebnis der Volksbefragung für das griechisch-orthodoxe Kloster in St. Andrä (Bezirk Neusiedl) steht nun fest!

Bevölkerung stimmte zu: Griechisch-orthodoxes Kloster in St. Andrä am Zicksee (hier die Skizzen dazu) soll gebaut werden!  |  NOEN, zvg

Das Ergebnis der Volksbefragung erfuhr die BVZ am Montag: Bei der Bürgerbefragung zum geplanten christlich-orthodoxen Kloster in St. Andrä am Zicksee stimmten 433 Bürger mit "Ja", 398 mit "Nein". Die Wahlbeteiligung lag bei 64,46 Prozent.

Ortschef: „Ergebnis ist ein klares Votum der Bevölkerung“

Für Bürgermeister Erich Goldenitsch (SPÖ) ist damit klar: „Das Ergebnis ein klares Votum der Bevölkerung für den Gemeinderat mit dem Projekt zu beginnen. Natürlich werden wir im Gemeinderat ausführlich darüber diskutieren und grünes Licht geben und dann die Weichen stellen, damit der Betreiber – die christlich-orthodoxe Kirche –das Projekt für die Einreichung aufarbeiten kann.“

Grundsätzlich zeigt sich der St. Andräer Ortschef auch mit der Beteiligung bei der Bürgerbefragung von 64,46 Prozent zufrieden: „Das ist aussagekräftig. Die Differenz von 35 Stimmen ist zwar nicht viel, aber eine demokratische Mehrheit. Das Ergebnis wird akzeptiert und wir werden uns danach richten.“

Die Befragung sei äußerst demokratisch abgewickelt worden, weil die Bürger vier Tage lang die Chance gehabt hätten, ihre Stimme abzugeben, so Goldenitsch.
 

BVZ.at hatte berichtet:

Kloster als „Turbo“

Bürger werden zu geplantem Kloster befragt, Landeshauptmann und Gemeinde stehen voll hinter dem Projekt.

Der Gemeinderat St. Andrä am Zicksee hat sich selbst mehrheitlich für das Projekt ausgesprochen, gleichzeitig aber die Durchführung einer Bürgerbefragung beschlossen. Diese fand vom 29. Jänner bis 1. Feber in den Räumen der alten Post statt.

Die Entwürfe des Klosters liegen vor und wurden den Wünschen der St. Andräer Bevölkerung angepasst. Abt Pater Paisios Jung, ein Saarländer, und die vier jungen deutschsprachigen Mönche besuchen regelmäßig ihre künftige Heimat St. Andrä, wo sie schon viele Freundschaften geschlossen haben.

Niessl: "Große Chance für St. Andrä"

Landeshauptmann Hans Niessl überzeugte sich bei einem Gespräch Anfang Jänner mit Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics und Metropolit Arsenios Kardamaki von den Vorteilen des Klosters für St. Andrä am Zicksee und steht voll hinter dem Projekt: „Ich sehe den geplanten Bau des christlich-orthodoxen Klosters als große Chance für St. Andrä und die umliegenden Gemeinden. Neben der kulturellen Bereicherung für die Region geht mit der Umsetzung des Projekts auch eine beachtliche Wertschöpfung einher. Mit den Bauarbeiten sollen überwiegend burgenländische Unternehmen beauftragt werden“, so der Landeschef.

Darüber hinaus wäre das erste christlich-orthodoxe Kloster Österreichs eine Top-Attraktion und ein weiterer Turbo für den burgenländischen Tourismus.

Sattler: "Für Tourismus unbezahlbar"

Auch der historischen Bedeutung eines gemeinsamen Projektes zwischen der christlichen und christlich-orthodoxen Kirchen ist er sich bewusst: „Es ist schon etwas Besonderes, wenn zwei Päpste und das Oberhaupt der christlich-orthodoxen Kirche auf eine 1.400 Einwohner Gemeinde im Burgenland aufmerksam werden und sich gemeinsam hinter das Bauvorhaben stellen. Ich kann der Bevölkerung von St. Andrä dazu nur gratulieren – hier wird ein kleines Stück Weltgeschichte geschrieben!“

Vizebürgermeister Andreas Sattler (ÖVP), der zu den Befürwortern des Projekts zählt, betont: „Das Kloster ist für den Tourismus von St. Andrä unbezahlbar. Der Gemeinde entstehen minimale Kosten bei maximaler Werbung.“


Bürgerbefragung

Der genaue Wortlaut der vom Gemeinderat beschlossenen Bürgerbefragung: „Soll eine Teilfläche des Grundstückes mit der Nummer 1673 (Römisch-katholische Pfarrpfründe), KG St. Andrä am Zicksee, für die Errichtung einer griechisch-orthodoxen Klosteranlage umgewidmet werden?“