Erstellt am 13. April 2011, 00:00

Das Recht auf inneren Frieden. PIA REITER über einen Mann, der nicht bereit ist, klein bei zu geben.

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Sicher, der Überfall auf den bekannten Parndorfer Gastwirt Franz „Bimbo“ Ladich ist jetzt schon über ein Jahr her. Konkrete Spuren, die zu den Tätern führen könnten, hat die Polizei aber bis jetzt (noch) keine gefunden (siehe Seite 10). Doch für Ladich ist das kein Grund aufzugeben. Denn wer den Parndorfer Gastronomen kennt, der weiß, dass das für ihn keine Option ist. Er setzt einfach eine Art Kopfgeld auf die Täter aus, das heißt, er lässt sich Hinweise, die der Polizei bei den Ermittlungen helfen, etwas kosten.

Für kein Geld der Welt kann er sich aber seinen inneren Frieden wieder kaufen. Das ungute Gefühl, sich in seinen eigenen vier Wänden nicht sicher zu fühlen, kann vielleicht jeder nachvollziehen, bei dem schon einmal eingebrochen worden ist. Die Angst was passiert, wenn man noch einmal ungebetenen Besuch bekommt, sitzt auch bei Ladich tief. Wie sagte er kurz nach dem brutalen Überfall bei sich zu Hause: „Ich bin jetzt abgesichert wie Fort Knox!“ Auch das hat er sich einiges kosten lassen. Vielleicht bringt die Aussicht auf Belohnung ja doch einige dazu, sich zu melden. Aber bitte dann auch mit konkreten Hinweisen, die der Polizei wirklich helfen.

KOMMENTAR

p.reiter@bvz.at