Erstellt am 30. Mai 2012, 00:00

Das war zu hoch gepokert. PIA REITER über Sturheit, die sich nicht bezahlt macht.

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Dass Sturheit Geld kosten kann, diese Erfahrung machen dieser Tage Grundstückseigentümer in Parndorf (siehe Seite 21). Dort soll die B 50 verbreitert und ein Begleitweg verlegt werden. Sie verzichten auf einen Teil des Verkaufserlöses, weil sie nicht freiwillig an das Land Burgenland, besser gesagt an eine ihrer Tochtergesellschaften, verkaufen möchten. Sie lassen es lieber auf eine Enteignung ankommen, weil sie den geforderten Preis, der laut Angaben des Verhandlungspartners doppelt so hoch war, wie das Angebot der Käufer, nicht bekommen haben.

Nun wurde also die Enteignungsverhandlung angesetzt. Ähnlich, wie schon beim Begleitweg von der Neusiedler Mauth bis nach Jois wird es auch in diesem Fall ablaufen: Dort wurden die Besitzer ihrer Grundstücke enteignet und erhielten dafür dann den ortsüblichen Wert für Grund und Boden, der vom Gericht geschätzt wurde. Und der ist um Einiges niedriger, als das ursprüngliche Angebot seitens. Rechtzeitig einzulenken, wäre also ein Gewinn für beide Seiten gewesen und hätte den Bauern nicht nur mehr Geld gebracht, sondern auch noch Zeit und Nerven gespart.

KOMMENTAR

p.reiter@bvz.at