Erstellt am 25. Januar 2012, 00:00

Deponie: Wer hat gesiegt?. PIA REITER über fremde Federn und bekannte Polit-Streiteren.

 |  NOEN
x  |  NOEN

Dass die Erweiterung der Deponie vorerst vom Tisch ist (siehe Seite 22 und 23), lässt Politiker von SPÖ und ÖVP gleichermaßen aufatmen. Uneinig sind sie sich dagegen, wer für den Erfolg verantwortlich ist. Jeder würde sich den Rückzug der Firma AVE gerne auf die eigenen Fahnen heften. Von Verhandlungsgeschick auf der einen, vom Schmücken mit fremden Federn auf der anderen Seite ist die Rede.

Doch wer lobt die unermüdliche Arbeit der Bürgerinitiativen? Hier haben sich viele Bürger in ihrer Freizeit und unbezahlt engagiert. Sie sind gegen die Reststoffdeponie auf die Straße gegangen. Sie sind es auch, die sich bei allen für die jeweilige Unterstützung bedanken - egal ob Politiker oder einfacher Bürger.

Ist es naiv zu glauben, dass Politiker auch das tun sollten, wofür sie gewählt und bezahlt werden? Nämlich sich für die Anliegen und Rechte der Bürger einzusetzen. Letztendlich ist es gar nicht so wichtig, wer oder welche Partei die Deponie gestoppt hat. Den Sieg haben die Bürger einer ganzen Region davon getragen. Für die AVE sollte es eine Lehre sein, das Projekt endgültig ad acta zu legen.

KOMMENTAR

p.reiter@bvz.at