Erstellt am 11. Mai 2011, 00:00

Der gemeine Generalverdacht. CHRISTOPHERSCHNEEWEISSüber dieGerüchteküchein der Ostliga.KOMMENTARAus Bezirkssicht war diese Ostliga-Runde für den burgenländischen Fußball ein Traum.

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Aus Bezirkssicht war diese Ostliga-Runde für den burgenländischen Fußball ein Traum. Neusiedl besiegt Horn mit 1:0, Parndorf gewinnt gegen Mattersburgs Amateure mit 2:1 und damit ist es fix: Parndorf ist der neue Meister, in der finalen Runde wird Ostbahn XI kein Stolperstein sein. Damit haben wir einen Klub, der die Chance auf den Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse Österreichs hat.

Traurig waren aber die Schiebungsgerüchte vor dem Spiel der Neusiedler gegen Horn. Das böse Gerede ging gar so weit, dass in den Kicker-Foren darüber diskutiert wurde, das Spiel aus dem Angebot mancher Wettbüros flog und schließlich einen Artikel in einer Tageszeitung (mit einem gerichtlichen Nachspiel, siehe Seite 72) zur Folge hatte.

Dass Spiele gekauft werden, ist leider eine bittere Realität. Die Tatsache, dass „Packeleien“ aber nur schwer bis gar nicht zu beweisen sind, prägt die Diskussionskultur zu diesem Thema. Es entsteht ein Generalverdacht und Spiele bekommen schon vor der Austragung einen faulen  Beigeschmack.

In den Griff zu bekommen ist das Dilemma nicht. Einzig solch sportlich faire Spiele, wie das des SC Neusiedl gegen Horn, können der Gerüchteküche positiv entgegenwirken.

c.schneeweiss@bvz.at