Erstellt am 29. Juni 2011, 07:13

Ein gefiedertes Problem. PIA REITER über die schwierige Suche nach einer sauberen Lösung.

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Der Tourismusort Podersdorf am See hat gerade mit unliebsamen Gästen zu kämpfen: Hunderte Wildgänse bevölkern derzeit die schönen grünen Liegewiesen im örtlichen Seebad. Zum Leidwesen der Verantwortlichen und Touristen. Denn die Gänse hinterlassen ihren Schmutz auf der Wiese, wo sich die Badegäste eigentlich sonnen wollen oder die Kinder spielen (siehe Seite 7).

Doch gegen die „Gänse-Plage“ scheint es kein Rezept zu geben: Weder vertreiben, absperren noch andere Überlegungen, wie den Gänsen – ähnlich wie bei Hunden – Windelhosen zu verpassen. Letzteres scheiterte an der Anzahl der Tiere – es sind mittlerweile einfach zu viele.

Podersdorfs Bürgermeister hat sich mit dem Problem eingehend befasst, doch eine Lösung wurde bis jetzt nicht gefunden. Denn der Tourismusort ist gleichzeitig Nationalparkgemeinde und stolz darauf.

Eigentlich paradox: Da werden die schönsten grünen Wiesen in der Nähe des Sees geschaffen, ein wahres Paradies für die Gänse, denn morgens und abends haben sie dort ihre Ruhe, werden von vielen Touristen auch noch gefüttert und dann regen wir uns auf, wenn die schlauen Tiere sich dort noch „pudelwohl“ fühlen.

p.reiter@bvz.at