Erstellt am 07. Oktober 2015, 09:32

von Pia Reiter

Ein Leben nur für die Quote. Zum Thema Jagd mag man stehen, wie man will: Die Vorkommnisse in Nickelsdorf und Gattendorf haben mit Hegen und Pflegen des Waldes und Wildes rein gar nichts zu tun. 20.000 Fasane werden in viel zu engen Gehegen gezüchtet, um dann als „lebende“

Zum Thema Jagd mag man stehen, wie man will: Die Vorkommnisse in Nickelsdorf und Gattendorf haben mit Hegen und Pflegen des Waldes und Wildes rein gar nichts zu tun. 20.000 Fasane werden in viel zu engen Gehegen gezüchtet, um dann als „lebende“ Tontauben abgeschossen zu werden.

Damit die Quote stimmt. Denn so eine Jagd ist teuer, die Pacht für ein Revier kostet mehrere tausend Euro pro Jahr. Da muss der Abschusserfolg dann auch garantiert sein. Und weil die Natur da nicht immer zuverlässig die gewünschte Anzahl liefert, wird eben nachgeholfen.

Deshalb auch die Zuchtgehege. Damit sich die Tiere dort wegen Platzmangels nicht selbst verletzen, wird den Tieren dann noch der Schnabel kupiert: ein klarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und für die Fasane eine Qual.

Ein Verein hat die Vorfälle angezeigt, die Behörden haben ihre Ermittlungen aufgenommen und ein Verfahren eingeleitet. Klar, nicht alle Jäger sind „schwarze Schafe“.

Höchste Zeit aber, dass solche Praktiken aufgedeckt und dann auch abgestellt werden.