Erstellt am 13. Juni 2012, 07:33

Ein See läuft auf Grund. BIRGIT BÖHM-RITTER über nasse und trockene Bruchlandungen

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Vor der Feriensaison beherrscht immer wieder ein Thema Medien wie Stammtische: Der Wasserstand des Sees. War es viele Jahre hindurch der Neusiedler See, dessen Wasserpegel vor allem Touristikern Sorgen bereitete, so ist es heuer der Zicksee bei Sankt Andrä. Sein Pegelstand liegt einem Meter unter dem Vorjahresniveau.

Wer die Wasserrutsche benutzen möchte, der könnte eine Bruchlandung hinlegen. Sie führt nämlich ins Nichts. Ein Umstand, den der Bürgermeister natürlich so rasch wie möglich ändern möchte: Grundwasser soll in den See gepumpt werden. Wie auch schon die Jahre zuvor. Das mit der Wasserabteilung des Landes vereinbarte Kontingent wurde aber 2011 fast aufgebraucht, weil der Wasserwart der Gemeinde vergessen hat, die Pumpe abzudrehen. Nun sollen die umliegenden Brunnen angezapft und der Zicksee weiter mit Süßwasser vollgepumpt werden. Experten glauben, dass das Süßwasser die abdichtende Salzkruste des Sees zerstört und damit Wasser im Boden versickert. Das würde eine Austrocknung des Sees fördern. Hoffentlich erleidet der See damit nicht eine ähnliche Bruchlandung wie der Badegast auf der Wasserrutsche.

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