Erstellt am 08. Juni 2011, 00:00

Gemüse - nein Danke?. PIA REITER über eine Krise mit tragischen Auswirkungen.

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Das gefährliche Darmbakterium EHEC hat die heimischen Gemüsebauern in eine schwere Krise gestürzt. Allein in Wallern mussten dieser Tage 450.000 Gurken vernichtet werden (siehe Seite 7). Keiner wollte sie kaufen – weder Supermärkte noch die Kunden. Da kann ich verstehen, wenn einem als Produzent von frischem Gemüse das Herz wehtut, wenn das Geschäft praktisch zum Erliegen kommt.

Keine Frage, die EHEC-Epidemie, die in Deutschland mittlerweile mehr als 20 Tote gefordert hat, darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Doch warum unsere Gemüsebauern dafür leiden lassen? Konnten doch die Erreger bis Redaktionsschluss immer noch nicht eindeutig einem Auslöser zugeschrieben werden. Derzeit richtet sich der Verdacht gegen Sprossen aus Norddeutschland als mögliche Ursache.

In Österreich sterben laut Experten jährlich 4.000 Menschen an Grippe. Daran hat sich die Öffentlichkeit offenbar gewöhnt.

Die Gemüsebauern aus der Region rechnen mit einem Andauern der Krise und befürchten, dass noch mehr frisches Gemüse vernichtet werden muss. Gegen übertriebene Vorsicht gibt es eben keine Versicherung.

p.reiter@bvz.at