Erstellt am 14. Mai 2014, 08:23

von Angela Pfalz

Im Sinne des Sports handeln. Angela Pfalz über ein mögliches Urteil in der Causa Weiden gegen Halbturn.

Das Spiel im 1. Klasse-Nord-Abstiegskampf zwischen Weiden und Halbturn am Sonntag wurde abgesagt. Dann, als die Gäste-Spieler bereits nach Hause geschickt worden waren, sollte plötzlich doch gespielt werden. Wer die Schuld an dem ganzen Schlamassel (siehe auch die dieswöchige Eisenstädter BVZ, Seite 72) trägt, ist noch unklar.

Eine Aneinanderreihung von Missverständnissen und Fehlern aller Beteiligten dürfte dazu geführt haben, dass die Halbturner nicht antreten konnten. Zu allem Überdruss wurden sie erst acht Minuten vor dem geplanten Anpfiff davon in Kenntnis gesetzt, dass sie doch zu spielen hätten.

Wie auch immer – fest steht, dass eine Strafverifizierung laut Regulativ möglich, aber nicht im Sinne beider (!) Beteiligten wäre. Der aktuelle Fall ist daher auch eine Chance für den Straf- und Meldeausschuss (STRUMA), im Regelwerk nach Lösungs-Schlupflöchern zu suchen und ein sportliches Zeichen zu setzen.

Denn unabhängig davon, ob es für Weiden so oder so schwer wird, die Klasse zu halten, ob Halbturn noch lange nicht aus dem Schneider ist oder ob sich die Lage im Keller der 1. Klasse dramatisch zuspitzt. Beide Mannschaften haben zu leichtgläubig gehandelt, eine Spielabsage kann nur nach einer Kommissionierung stattfinden. Weil die Schuldfrage aber nicht eindeutig klärbar ist, wäre die einzige Lösung, das Spiel neu auszutragen.