Erstellt am 04. Januar 2012, 08:11

Ist der Euro ein „Teuro“?. PIA REITER über wahre Gefühlen und bares Geld.

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Ob Bassgitarre, Drucker oder einfach nur ein Glas Bier: Fast jeder weiß noch, was er vor zehn Jahren zuerst mit der neuen Währung gekauft hat. Ein Gefühl für das neue Geld musste aber erst entwickelt werden: Nicht nur damals, auch heute rechnen manche immer noch in die „alten Schillinge“ um, damit sie vergleichen und jammern können, wie teuer alles geworden ist. Wie haben sich die Kellner in den Anfangszeiten des Euros über ihr Trinkgeld gefreut. Nie wieder haben sich die Gäste so großzügig gezeigt.

Immer wieder wird über den „Teuro“ gesprochen, die vorherrschende gefühlte Währung. In Wahrheit spricht die Statistik eine andere Sprache.

Und genauso skurril ist, dass der Eurobus nach zehn Jahren immer noch unterwegs ist, um Schillinge in Euros zu tauschen. Und laut Experten wird der Bus noch einige Zeit durch ganz Österreich unterwegs sein, denn noch lange sind nicht alle Schillinge eingetauscht worden. Viele heben die alte Währung aus sentimentalen Gründen auf: Um später ihren Enkeln zeigen zu können, womit Oma und Opa früher gezahlt haben.

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p.reiter@bvz.at