Erstellt am 19. Oktober 2016, 09:20

von Pia Reiter

Jäger kennen ihr Revier. Pia Reiter über ein gefährdetes Projekt und neue Feinde.

Die Großtrappe ist der schwerste flugfähige Vogel der Welt. Dass es sie bei uns wieder gibt, ist eine Erfolgsgeschichte und ein Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit von Naturschutz und Jagd funktionieren kann. Die Großtrappe war fast ausgestorben, erst mit vielen Millionen Euro (auch EU-Fördergeld) ist es gelungen, derzeit an die 500 Vögel bei uns anzusiedeln.

Nun fürchten Jäger aber um dieses Erfolgsprojekt, denn ein neues Raubtier, der Goldschakal, erobert leise und unauffällig aus Ungarn kommend sein neues Revier in Österreich.

Das Problem mit dem Einwanderer aus dem Osten: Bis jetzt gilt dieser als geschützt und darf nicht gejagt werden, er hat aber bei uns keine natürlichen Feinde. Abhilfe soll da das neue, nicht unumstrittene Jagdgesetz mit Schuss- und Schonzeiten für den Goldschakal schaffen. Damit sich die eingewanderten Raubtiere nicht zum Problem auswachsen, hoffen die Jäger des Bezirks, auf eine schnelle Lösung. Die könnte aber noch eine Zeit auf sich Warten lassen, denn der Streit um das neue Jagdgesetz dauert an.