Erstellt am 14. Dezember 2011, 00:00

Kein Happyend für Prachthasen. PIA REITER über einen Streit, der in der Zeit vor Weihnachten tierisch aufregt.

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Ein Hase ist ein Hase, dachte sich die Firma Hauswirth wohl, als sie ihren „Prachthasen“ kreierte. Dass sich die Schweizer Manufaktur „Lindt & Sprüngli“ mit ihrem bekannten Artgenossen ihrerseits auf die Pfoten getreten fühlte, dabei dachte in der Schokofabrik in Kittsee wohl keiner. Denn in Kittsee pocht man darauf, dass der Schokohase bereits seit den 50er Jahren erzeugt werde. „Lindt & Sprüngli“ wiederum haben sich ihren Schokoosterhasen als Gemeinschaftsmarke vor Jahren EU-weit schützen lassen.

Inzwischen füllt die Auseinandersetzung der beiden Firmendutzende Aktenordner und beschäftigt mehrere Gerichte. Denn keiner der beiden Kontrahenten will nachgeben. So schwelt der Streit seit mittlerweile sieben Jahren und geht durch sämtliche Instanzen. Sowohl Handelsgericht als auch Oberlandesgericht in Wien orteten „Verwechslungsgefahr“.

Auch wenn sich die beiden Hasen stark ähnlich sind, und die Optik keine unwesentliche Rolle bei der Kaufentscheidung der Konsumenten spielt – warum lässt man nicht den Kunden entscheiden?

Nur was schmeckt und am Markt ankommt, wird sich auf Dauer halten.

KOMMENTAR

p.reiter@bvz.at