Erstellt am 07. September 2016, 10:23

von Birgit Böhm-Ritter

„Dunkle Wolken“ über Bäderbilanz. Birgit Böhm-Ritter über eine miese Wetterprognose.

Der Tourismus ist ein extrem wetterabhängiger Wirtschaftszweig. Das haben dieses Jahr vor allem die See- und Freibäder des Bezirkes zu spüren bekommen. Der Enthusiasmus der Tourismuschefs aus dem Vorjahr, wurde dieses Jahr wieder je gebremst.

Eine richtige Hitzewelle hat für ein Spitzenergebnis und für Rekord-Besucherzahlen heuer gefehlt. Der Sommer war laut ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) „Durchschnitt“ und so waren auch die Gästezahlen in den Bädern - durchschnittlich. Schuld daran ist aber gar nicht das Wetter, das in unserer Region eigentlich sehr sonnig war (siehe Seite 7), sondern die ZAMG. Und hier schließt sich der Kreis.

Die ZAMG liefert nämlich die Daten für die Wetterprognose und über diese jammern Touristiker schon seit Jahren. Sie stimmt nämlich selten und ist meistens schlechter als das tatsächliche Wetter. Tagesgäste planen dann keinen Ausflug an den See. Warum die ZAMG das längst bekannte Mikroklima des Neusiedler Sees immer noch nicht in ihren Prognosen berücksichtigt, bleibt ein ungelöstes Rätsel.