Erstellt am 20. Juli 2016, 10:28

von Birgit Böhm-Ritter

Eine teure Unterschrift. Birgit Böhm-Ritter über ein „Ja-Wort“ im Amt

Das Schloss in Halbturn, der Garten im Pamhagener Feriendorf Vila Vita mit seiner kleinen Kapelle, die Strandbar in Weiden am See und das Joiser Eventschiff. Was all diese Orte gemeinsam haben? Dort wird gerne geheiratet. Immer mehr Brautpaare wünschen sich eine Hochzeit außerhalb wenig romantischer Amtsräume.

Dafür nehmen sie auch zusätzliche Standesamtsgebühren in Kauf. Doch nicht jeder kann oder will sich die Mehrkosten leisten. Schließlich gibt es in einigen Ortschaften des Bezirkes auch schon nette moderne Räume im Gemeindeamt, die ebenfalls einen feierlichen Rahmen bieten.

Da mutet es natürlich befremdend an, wenn nach einer seit Mai geltenden Verordnung 300 Euro gezahlt werden müssen, wenn die feierliche Unterschrift nicht im kleinen Büro des Standesbeamten, sondern in einem vielleicht schöneren und größeren Raum nebenan getätigt wird. Auch dieser gilt nämlich als „außerhalb des Amtsraumes“ (siehe Seite 24). Wohl ein Grund mehr, für die heiratsfaule Jugend doch lieber in einer Partnerschaft zu bleiben, als sich das Ja-Wort zu geben.