Erstellt am 10. Dezember 2014, 12:00

von Birgit Böhm-Ritter

Geschichte aus der Erde holen. Birgit Böhm-Ritter über eine historische grüne Wiese in Weiden am See.

Weiden am See ist eine sehr geschichtsträchtige Gemeinde. Schon bevor 2012 mit Ausgrabungen am Ortsende begonnen wurde, gab es unter Historikern die Vermutung, dass hier so einiges unter der Erde verborgen liegt. Nun Ende 2014 - nach der dritten Grabungssaison - ist klar: Die Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen.

Funde aus sechs verschiedenen Epochen beweisen, dass der Ort in Seenähe schon lange ein beliebtes Siedlungsgebiet ist. Die frühesten Funde gehen bis in die Steinzeit zurück. Darüber hinaus wurde ein großes römisches Landgut sowie eines der größten frühbronzezeitlichen Gräberfelder Österreichs entdeckt. Doch was können Geschichtsinteressierte in Zukunft sehen, wenn sie ins Ausgrabungsgebiet kommen? Bleibt es bei einer grünen Wiese mit einem Informationsstand?

Die meisten Fundstellen wurden wieder zugeschüttet. Im Sinne einer historischen aber auch touristischen Bedeutung der Funde, sollte wenigstens ein kleiner Teil der Villa Rustica offen gelegt bleibt.