Erstellt am 30. September 2015, 09:18

von Martin Plattensteiner

Gratwanderung an der Spitze. Martin Plattensteiner über den Erfolgslauf der Breitenbrunner in der 2. Liga.

Breitenbrunn hat zurzeit fünf Punkte Vorsprung, wie geht das? Blicken wir zurück, um den Ursprung zu hinterfragen. Vor knapp einem Jahr überwinterten die Grün-Weißen mit mageren sieben Punkten.

Der Vorstand entschied sich, in die Truppe zu investieren, Spieler mit Qualität zu verpflichten. „Das ist zwar teuer, aber immer noch billiger als nach einem Abstieg einen Wiederaufstieg zu finanzieren“ – war die Devise. Zunächst lief nichts nach Plan, bis wiederum die Schatulle geöffnet wurde.

Bernhard Rainprecht, Taktik-Fuchs und Liga-Experte, heuerte als Trainer an und sicherte den Klassenerhalt. Im Sommer beharrte der Coach darauf, dass die Mannschaft gehalten wird. Eine Rainprecht’sche Spielregel, die Klub-Bosse hielten sich danach. Punkte gegen den Abstieg sammeln – 20 an der Zahl – als Vorgabe. Nun sind 25 anvisiert.

Doch was passiert dann im Winter? Der momentane finanzielle Kraftakt wird nüchtern betrachtet wohl nicht lange aufrecht erhalten bleiben können. Ein Abenteuer in der BVZ Burgenlandliga? Mitnichten, die Kabinen sind zwar neu, das Spielfeld richtet sich hangabwärts immer noch gen Osten.

Was droht, ist ein sportlicher Ausverkauf. Punktemäßig sollte man wohl gerettet sein. Nachhaltigkeit, Konzept oder Vision fehlen aber weitgehend. Ob da der aktuelle Trainer mitspielen wird?