Erstellt am 06. Juli 2016, 11:59

von Pia Reiter

Grenzen sind nun wieder dicht. Pia Reiter über einen künstlich produzierten Stau, der viele Nerven kostet.

Seit 2007 galten die Grenzen als offen, doch nicht einmal zehn Jahre nach der Schengen-Erweiterung wird wieder fast so streng kontrolliert wie zu Zeiten des Eisernen Vorhangs, dessen Ende gerade in der Region immer als Meilenstein in der Geschichte gefeiert wurde. Innenministerium und Landespolizeidirektion sind, vor allem seit der Flüchtlingstragödie auf der A4 mit 71 Toten, auf der fieberhaften Suche nach einem wirksamen Mittel gegen die Schlepper-Organisationen.

Die Zahl der Aufgriffe, steigt zwar, doch fest steht auch: Abschreckend scheinen die bisherigen Maßnahmen, kaum gewirkt zu haben. Die Veränderungen im Grenzgebiet bekommt vor allem die Ortsbevölkerung (Nickelsdorfer) zu spüren und Arbeiter, die aus Ungarn einpendeln. Denn diese sind nun mit oft stundenlangen Wartezeiten konfrontiert. Verteidigungs- und Innenministerium wollen die Kooperation mit Ungarn intensivieren und die Schlepper bereits dort abfangen. Für den Bezirk höchst notwendig, denn ein täglicher stundenlanger Stau über Monate wäre für die Region katastrophal.