Erstellt am 20. Mai 2015, 09:09

von Pia Reiter

Sind Wirte eine gefährdete Art?. Pia Reiter über gesellschaftliche Treffpunkte und gesetzliche Hürden.

Der Dorfwirt ist der Ort, wo man sich trifft, Neuigkeiten austauscht und „Stammtischpolitik“ gemacht wird. Unbestreitbar eine Bereicherung für jedes Dorf und Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Doch wie lange gibt es sie noch?

Viele Dorfwirte stöhnen unter der Last der bürokratischen Hürden und die hohen Auflagen, die bei einem Umbau oder einer Übernahme durch den Nachfolger auf die Betriebe zukommen. Windens „Karlwirt“ Karl Leidenfrost verfasste nun sogar einen offenen Brief, um auf die für viele prekäre Situation hinzuweisen und wandte sich damit an den Nationalrat. Was den seit 30 Jahren leidenschaftlichen Wirt dabei besonders wurmt: Durch die steigenden Anforderungen und gesetzlichen Auflagen bleibt ihm immer weniger Zeit für seine Gäste.

Höchste Zeit für die Politik, hier etwas zu ändern. Denn nur wenn die Rahmenbedingungen passen, werden sich auch Nachfolger finden. Damit die Dorfwirte von einer gefährdeten nicht zu einer aussterbenden Art werden.