Erstellt am 13. November 2013, 23:59

KOMMENTAR. Wo sind denn die Winner-Typen?

Schlichtweg ernüchternd – so kann man die aktuellen Platzierungen der drei Akademiemannschaften skizzieren. U16 und U18 überwintern mit Roten Laternen, lediglich die Neulinge aus der U15 frischen die Bilanz etwas auf: Rang sieben ist fast eine Sensation. Somit ist es legitim, Ursachenforschung zu betreiben. Individuelle Ausbildung alleine kann nicht über Jahre hinweg vorgeschoben werden, um Misserfolge zu rechtfertigen.

Klar ist, dass die Ausbildungsstätten von Austria, Rapid, Salzburg oder Admira über mehr Quantität bei der Qualität verfügen. Alleine das Einzugsgebiet einer fast Zwei-Millionen-Metropole lässt sich nicht wegleugnen.

Wegleugnen lässt sich aber nicht der Umstand, dass AKA-Gegner mit Spielern aufkreuzen, die man im Burgenland nicht oder zu wenig hat. Kicker, die neben ihren körperlichen Vorzügen auch noch mit Aggressivität und Technik bestechen. Die Basis für solche Tugenden wird vor dem AKA-Eintritt gelegt. Ein Wiener Jugendspieler absolviert beispielsweise um ein Drittel mehr Meisterschaftsspiele als ein Burgenländer.

Und es geht schon ab der U11 um Punkte. Winner-Typen werden in unserer Wohlstandsgesellschaft immer weniger. Man kann sie aber gezielt (und auch frühzeitig) forcieren.